Schweres Busunglück in Bayern: 18 Menschen sterben, A9 weiterhin gesperrt

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Auf der A9 bei Münchberg in Bayern ist es zu einem schweren Unfall gekommen
  • 31 Menschen wurden verletzt
  • 18 Menschen sind gestorben
  • Das Video oben zeigt die verheerende Situation vor Ort

Ein Reisebus ist am Montag nach einem Unfall mit einem Lastwagen auf der Autobahn 9 in Oberfranken in Brand geraten. 46 Fahrgäste und zwei Fahrer waren in dem Bus unterwegs.

18 Menschen haben den Unfall nicht überlebt. Zudem seien 30 Fahrgäste verletzt worden, mehrere von ihnen schwer, teilte die Polizei in Bayreuth mit.

Bus fuhr auf einen Laster auf

Kurz nach 7.00 Uhr fuhr der Reisebus den Angaben nach auf Höhe von Münchberg bei sich stauendem Verkehr auf einen vorausfahrenden Sattelzug auf. Kurz darauf stand er in Flammen.

Auf welchem Weg der Reisebus genau war, stand zunächst nicht fest. Der Regionalzeitung "Frankenpost" zufolge war das Ziel der Seniorengruppe aus Sachsen wohl der Gardasee.

Die Polizei sperrte die A9 in beide Richtungen. Zahlreiche Einsatzkräfte der Rettungsdienste, Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks und der Polizei waren vor Ort. Außerdem waren mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz.

"Als wir eingetroffen sind, kam niemand mehr aus dem Bus", sagt Andreas Hentschel von der Feuerwehr Münchberg. 18 Menschen galten zu diesem Zeitpunkt als vermisst. Erst Stunden nach dem Unglück teilt die Polizei mit: "Die verbleibenden Personen dürften wohl in dem brennenden Reisebus ums Leben gekommen sein." Am späten Vormittag bestätigte die Polizei, dass 18 Menschen gestorben sind.

Für Angehörige wurde die zentrale Telefonnummer 0800/7766350 geschaltet.

Die Autobahn A9 bleibt den ganzen Tag gesperrt

Zur Bergung und Identifizierung der Leichen wurden Spezialisten der Rechtsmedizin und des Bundeskriminalamts angefordert. Ein Sachverständiger sollte die Ursache des Unglücks untersuchen.

Die A9 in Richtung Süden werde wohl den gesamten Tag gesperrt bleiben, hieß es von der Polizei. Es bildeten sich lange Staus. Das Polizeipräsidium Oberfranken rief die Bevölkerung über den Kurznachrichtendienst Twitter dazu auf, die Unfallstelle möglichst weiträumig zu umfahren.

"In Richtung Süden bitte bereits über die A72 und A93 abfahren", hieß es beispielsweise. Auch in der Gegenrichtung kommt es zu Stau.

Steinmeier und Merkel sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich betroffen über den schweren Unfall gezeigt. "Zu diesem Zeitpunkt kann ich nur sagen, dass wir mit den Angehörigen mitfühlen und denjenigen, die verletzt sind, möglichst baldige und vollständige Genesung wünschen", sagte Steinmeier am Montag bei seinem Antrittsbesuch als Bundespräsident in Baden-Württemberg.

Auch Angela Merkel sprach ihr Bedauern über das Unglück aus. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montagvormittag in Berlin, die Kanzlerin habe "davon mit großer Bestürzung erfahren. Unsere Anteilnahme gilt den Opfern und ihren Angehörigen, und sie gilt auch den Verletzten.

Merkels Dank gehe "an alle Rettungskräfte, Ärzte, Sanitäter, Seelsorger, die im Einsatz waren und sind, um Verletzte zu bergen, um Menschen zu betreuen in einer entsetzlichen Situation."

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(cho)

Korrektur anregen