Die Angsthasen von der AfD: Satiriker stellt Gauland und Weidel bloß - und die Taktik der AfD

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GAULAND WEIDEL
Die Angsthasen von der AfD: Satiriker stellt Gauland und Weidel bloß - und die Taktik der AfD | dpa
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  • Der Satiriker Friedemann Weise veräppelt die AfD-Spitzenpolitiker
  • Er versucht, Gauland und Weidel als Therapeut von ihren vielfältigen Ängsten zu heilen

Die Alternative für Deutschland (AfD), so sagen Beobachter, ist die Partei der Ängstlichen. All jener, die Abstieg und Veränderung fürchten. Und die Funktionäre, so sagen Kritiker, nutzen das schamlos aus.

Der Satiriker Friedemann Weise hat diese Diagnose aufgegriffen. Und die Spitzenkandidaten Alexander Gauland und Alice Weidel einer Therapie unterzogen. Seit Sonntag ist das Video auf Youtube verfügbar.

"Angst ist nichts Schlimmes ..."

In der Montage sind die beiden Politiker zu sehen, der Therapeut referiert mit schönster Ich-Verstehe-Alle-Sorgen-Stimme: "Angst an sich ist nichts Schlimmes. Viele Menschen haben Angst, ältere Männer, gestresste Frauen ..."

Dann bittet er Weidel, immer dann zu blinzeln, wenn sie sich mit einem Thema unwohl fühle. Und Weidel blinzelt bei Themen wie Euro, Islamisierung, Satire - und Blumen. Nicht aber beim Thema Steuerflucht.

Es ist offenbar eine Anspielung darauf, dass Weidel laut einem Medienbericht ihre Steuern teils in der Schweiz zahlt.

Die Angst runterschlucken

Gauland bittet der Therapeut, einmal so zu gucken, als sähe er einen Flüchtling. Und Gauland blick grimmig.

Dann empfiehlt der Therapeut beiden, ihre Ängste hinunterzuschlucken. Und sich gerade hinzustellen. Prima so.

Einmal täglich, 24 Stunden lang

Und das sollen sie jetzt täglich einmal machen, 24 Stunden.

Wie oft, das können die beiden übrigens leicht auf der AfD-Homepage ablesen, dort läuft ein Countdown.

So gewappnet, möchte man frotzeln, kann die AfD vielleicht auch ihre Angst vor dem Scheitern bekämpfen. Das wäre übrigens eine Angst, die einen sehr realen Grund hat. In der Umfrage "Sonntagstrend" ist sie auf ihren tiefsten Stand seit gut eineinhalb Jahren gestürzt. Und liegt nur noch knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

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(poc)

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