"Das Pubertier" ist zurück: Pubertät ist, wenn man trotzdem lacht

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Als Jan Weiler (49) 2014 "Das Pubertier" auf die Leser losließ, war schnell klar: Auf dieses kleine Büchlein haben die Menschen gewartet. Zumindest der Teil von ihnen, der Kinder hat. Der Versuchsleiter erforscht darin in seinem Pubertierlabor, wie man Teenager aus dem Bett bekommt oder was ihnen Geld und Klamotten bedeuten. Und da die Pubertät nicht aussterben will, ist das Thema drei Jahre später noch immer aktuell: Im Herbst startet frei nach Jan Weilers Bestseller eine ZDF-Serie, schon am 6. Juli kommt "Das Pubertier" ins Kino - und: Es gibt ein neues "Pubertier"-Buch.

Nach "Das Pubertier" und "Im Reich der Pubertiere" (2016) heißt der dritte Teil "Und ewig schläft das Pubertier" (Piper). Der Versuchsleiter forscht also weiter an seinen beiden Teenie-Exemplaren - und bekommt es beispielsweise mit Abo-Fallen zu tun, aus die die Kids und deren Smartphones befreit werden müssen. Wie sowas wohl bei Barron Trump (11) abläuft, überlegt der "Pubertier"-Vater. Womöglich müsse Vater Trump sich genau wie er die Finger wund wählen, um den Spuk zu beenden. "Oder er schickt einfach eine Drohne oder die Navy Seals und löscht das Hauptquartier der Handy-Abzocker mit einem gezielten Angriff aus. Zuzutrauen wäre es ihm, und in diesem Fall bekäme er meinen Segen. Auf diese Weise hätte seine Präsidentschaft wenigstens einen Sinn."

"Und ewig schläft das Pubertier" von Jan Weiler gibt es hier

Die großen "Pubertier"-Themen

Smartphones an sich sind bekanntlich ein wichtiger Bestandteil im Leben der meisten Teenager und so widmet sich Weilers Buch auch deren Chat-Verhalten ("Seit Carla bei WhatsApp angemeldet ist, werden wir ununterbrochen Zeuge ihres Mitteilungsdranges und, was noch gravierender ist, des Mitteilungsdranges ihrer ungefähr 12.000 Freunde."). Selbst das Wegdrücken von Gesprächen entwickelt sich bei Pubertieren offenbar zu einer eigenen Form der Kommunikation, stellt der Beobachter in dem Buch außerdem fest.

Darüber hinaus beantwortet Jan Weiler in "Und ewig schläft das Pubertier" Fragen zum Musik- und Klamottengeschmack der Jugend, erschließt, warum Teenager so viel schlafen, was sie in ihrer Freizeit machen, wenn sie nicht schlafen und wie es im Liebesleben der Heranwachsenden zugeht. Mit viel Humor werden natürlich auch wieder Eltern und Lehrer auf die Schippe genommen. Wer noch mehr Erwachsene sehen will, die sich peinlich daneben benehmen: Im "Pubertier"-Kinofilm füllen Jan Josef Liefers (52), Heike Makatsch (45), Detlev Buck (54), Monika Gruber (45) und Justus von Dohnányi (56) diese Rollen ab Donnerstag bestens aus.

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