"Die CDU verteilt ihr Baukindergeld mit der Gießkanne": Bundesbauministerin Hendricks wettert gegen Wahlversprechen der Union

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BARBARA HENDRICKS
Barbara Hendricks will eine Alternative zum Baukindergeld der Union. | Hannibal Hanschke / Reuters
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  • Bundesbauministerin Barbara Hendricks wirft der Union vor, deren Pläne zur Eigenheimförderung richteten sich an die Falschen
  • Das Baukindergeld stelle ein Verteilen von Geldern "mit der Gießkanne" dar
  • Die SPD-Politikerin wirbt für das von ihr geplante Familienbaugeld

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) kritisiert die Pläne der Union zur Eigenheimförderung für Familien. "Die CDU verteilt ihr Baukindergeld mit der Gießkanne, erreicht damit aber nicht diejenigen, die wirklich Hilfe beim Wohnungskauf brauchen", sagte die SPD-Politikerin der "Passauer Neuen Presse".

Die Union will ein neues Baukindergeld einführen, um junge Familien beim Eigenheimbau zu unterstützen. Wer erstmals eine Immobilie kauft, soll laut Wahlprogramm pro Kind und Jahr einen Zuschuss von 1200 Euro bekommen, und zwar für einen Zeitraum von zehn Jahren. Beim ersten Kauf eines Eigenheims soll außerdem die Grunderwerbsteuer erlassen werden.

Hendricks will Familienbaugeld statt Baukindergeld

Hendricks vertrat die Ansicht, das von ihr geplante Familienbaugeld sei treffsicherer.

Die Bauministerin hatte Ende vergangenen Jahres vorgeschlagen, Familien je nach Kinderzahl mit bis zu 20.000 Euro zu unterstützen, wenn sie in Gegenden mit knappem Wohnraum ein Eigenheim bauen oder kaufen. Eine Verständigung darüber gab es in der großen Koalition aber nicht.

Nun präzisierte die SPD-Politikerin ihre Vorschläge: Danach soll es 8000 Euro pro Familie mit einem Kind geben, weitere 6000 für ein zweites und 6000 Euro für ein drittes Kind.

Statt auf Großstädte und Ballungsräume mit angespanntem Wohnungsmarkt zu beschränken, will sie den Zuschuss nun auch für den Kauf von Bestandsimmobilien im ländlichen Raum zahlen.

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(jg)

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