Die AfD stürzt beim Sonntagstrend auf tiefsten Stand seit fast zwei Jahren ab

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  • Für die AfD läuft es derzeit nicht gut
  • Denn der aktuelle Sonntagstrend zeigt: Die Partei nähert sich immer mehr der Fünf-Prozent-Hürde an
  • Damit könnte die Partei bei der Wahl im September den Sprung in den Bundestag verpassen

Die AfD fällt in der Wäh­ler­gunst auf den tiefs­ten Stand seit No­vem­ber 2015. Im Sonn­tags­trend, den das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut Emnid wö­chent­lich für "Bild am Sonntag" er­hebt, ver­liert die Par­tei ge­gen­über der Vor­wo­che einen Zäh­ler und kommt nur noch auf 7 Pro­zent.

Die­ser Wert wurde für die AfD im Sonn­tags­trend zu­letzt Ende No­vem­ber 2015 ge­mes­sen.

"Das schreckt viele Wähler aus der Mitte ab"

Bereits im April sah Robert Vehrkamp, Demokratie-Experte der Bertelsmann-Stiftung, zwei Gründe für die zurückgehenden Umfragewerte der rechtspopulistischen Partei:

"Zum einen ist die Flüchtlingskrise nicht mehr das allein dominierende Thema. Die Mobilisierungserfolge der AfD hingen aber seit dem Herbst 2015 ganz wesentlich an diesem Thema", erklärte Vehrkamp der HuffPost.

Zum anderen wurde in den letzten Monaten mit Blick auf die Partei immer deutlicher: "Der Rechtspopulismus ist ihr Markenkern – programmatisch ebenso wie mit Blick auf ihre Funktionsträger und ihre Wähler."

Dieser Markenkern werde auch den Wählern zunehmend deutlich. "Das spricht ihre Anhänger aus dem rechten Spektrum eher an, schreckt aber viele Wähler aus der Mitte ab", fasst Vehrkamp zusammen.

Mehr zum Thema: Die AfD sieht sich im Aufwind - doch die Zahlen zeigen: Die Partei könnte an der 5-Prozent-Hürde scheitern

Nur die FDP kann zulegen

Die FDP kann im aktuellen Sonntagstrend da­ge­gen einen Punkt zu­le­gen - als einzige Partei. Die Liberalen steigen damit auf 8 Pro­zent. CDU/CSU lie­gen un­ver­än­dert bei 39 Pro­zent und be­hal­ten damit ihren 15-Punk­te-Vor­sprung auf die SPD, die er­neut 24 Pro­zent er­reicht.

Auch Linke (9 Pro­zent), Grüne (8 Pro­zent) und die sons­ti­gen Par­tei­en (5 Pro­zent) blei­ben un­ver­än­dert.

Für den Sonn­tags­trend hat Emnid zwi­schen dem 22. und 24. Juni 936 re­prä­sen­ta­tiv aus­ge­wähl­te Per­so­nen be­fragt. Die Frage lautete: "Wel­che Par­tei wür­den Sie wäh­len, wenn am nächs­ten Sonn­tag Bun­des­tags­wah­len wären?"

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(lm)

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