Keine Freunde, kein Geld, aber Merkel: Seehofer lässt in einem Interview tief blicken

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SEEHOFER MERKEL
Merkel und Seehofer: Mindestens 'ne Neun! | Michaela Rehle / Reuters
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  • Horst Seehofer hat ein ungewöhnliches Interview gegeben
  • Der CSU-Chef beschreibt darin ein inniges Verhältnis zur Kanzlerin
  • In seinem Privatleben scheint Seehofer derweil einige Probleme zu haben

Die Union: Lange schien das nur noch ein Name zu sein.

CDU und CSU hatten sich zerstritten, besonders zwischen den Parteichefs Angela Merkel und Horst Seehofer herrschte Eiszeit.

Heute ist das anders. Bei den Konservativen herrscht wieder Einigkeit.

Seehofer spricht jetzt gar von einem innigen Verhältnis zu Merkel. "Im Moment sind wir bei neun plus“ auf einer Skala von 1 bis 10, erklärte der CSU-Chef in der "Mittelbayrischen Zeitung“.

So recht glauben, mag man das Seehofer kaum. Zu viel war vorgefallen zwischen den beiden Parteichefs. Seehofer hatte Merkel sogar wiederholt eine Verfassungsklage angedroht.

Auch SPD-Politiker Lars Klingbeil twitterte: "Der Seehofer ist echt schmerzfrei. Aber glaubt das eigentlich jemand?“

Es ist nicht die einzige Aussage Seehofers in der "Mittelbayrischen Zeitung", die ein wenig befremdlich wirkt.

Keine Freunde und kein Geld

Er habe kaum Zeit für Freunde oder Hobbys, beklagte der Politiker darin etwa. "Zur Freundschaft gehört, dass man sie pflegt“, sagte der CSU-Chef . Das aber könne er kaum noch erfüllen.

“Das ist sehr, sehr schmerzhaft. Aber man kann nicht Ministerpräsident sein, Parteivorsitzender sein, in Berlin mitregieren, in München regieren, und dann noch ein großes Ausmaß an Freizeit haben.“

Das mache sich auch beim Geldbeutel bemerkbar: "Ich habe so gut wie nie Geld dabei. Ich fahre nicht in Urlaub, sondern verbringe meine Ferien zu Hause im Altmühltal. Eigentlich brauche ich nur ein begrenztes Budget für Bücher.“

Selbst sein Motorrad habe er verkauft: "Das war mein Luxus. Aber ich hatte zu wenig Zeit dafür.“

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