Nach Auftrittsverbot: Jetzt bleibt Erdogan in Hamburg nur ein einziger Ort für seine Rede

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  • Die Bundesregierung hat ein Auftrittsverbot gegen Erdogan ausgesprochen
  • Dennoch könnte der türkische Präsident das Verbot umgehen
  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

Der Streit um mögliche Auftritte des türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan geht in die nächste Runde.

Nachdem die Bundesregierung Erdogan ein Auftrittsverbot in Hamburg erteilt hat, hat die türkische Botschaft nun einen Plan B ins Spiel gebracht.

"Die Entscheidung für einen Auftritt liegt allein bei Erdogan"

Botschaftssprecher Refik Sogukoglu sagte der "Rheinischen Post" am Samstag: "Für einen Auftritt des Präsidenten in einem türkischen Generalkonsulat bedarf es keiner Genehmigung der Bundesregierung." Sogukoglu betonte, die Entscheidung für einen Auftritt liege allein bei Erdogan.

Berichten zufolge hatte Erdogan einen Auftritt am Rande des G20-Gipfels geplant und bereits mögliche Auftrittsorte angefragt.

Die Bundesregierung hatte daraufhin ein Auftrittsverbot ausgesprochen und am Freitag ein grundlegendes Verbot nachgeschoben. Dieses verbietet Auftritte ausländischer Staatsgäste und Oppositionspolitiker im Zeitraum von drei Monaten vor einer Wahl in Deutschland oder in dem jeweiligen Land.

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(ben)

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