Steinbach hetzt gegen die Ehe für alle - doch das letzte Wort hat Lammert

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  • In ihrer letzten Rede im Bundestag hat Erika Steinbach die Abstimmung über die Ehe für alle kritisiert
  • Doch das letzte Wort hatte Bundestagspräsident Norbert Lammert
  • Lammerts starke Reaktion seht ihr oben im Video

Es war ihre letzte Rede im Bundestag: Die fraktionslose Abgeordnete Erika Steinbach meldete sich in der Debatte zur Eheöffnung zu Wort.

Steinbach hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie eine Befürworterin des Eheprivilegs für Mann und Frau ist. Insofern war es nicht verwunderlich, dass sie die Ehe für alle im Plenum kritisierte.

Für Empörung sorgte sie allerdings, als sie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf anging. "Es war die Bundeskanzlerin und nicht die SPD-Fraktion, die die Türen für die heutige Entscheidung geöffnet hat", sagte sie. Das sei gegen die Fraktionsführung und gegen das Parteiprogramm der CDU passiert.

"An Peinlichkeit kaum zu überbieten"

Die Entscheidung heute sei deswegen "an Peinlichkeit kaum zu überbieten" und eine "Sturzgeburt". Darauf ging ein großes Raunen durch den Plenarsaal.

Das letzte Wort hatte allerdings nicht Steinbach, sondern Bundestagspräsident Norbert Lammert, der die ehemalige CDU-Politikerin zurechtwies.

"Nach unserer Verfassung entscheidet jeder einzelne Abgeordnete, wie er sich zu einer beliebigen Tagesordnung verhält", sagte er. "Dazu bedarf es keiner Freigabe, weder durch die Partei noch durch die Parteivorsitzenden".

Nicht Merkel alleine habe das Thema auf die Tagesordnung gerufen.

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(ll)

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