Prepaid-Karten und Renten-Erhöhung: Das ändert sich für euch zum 1. Juli

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  • Ab dem 1. Juli gibt es Änderungen für Benutzer von Prepaid-Karten und für Rentner
  • Eine Übersicht über die Änderungen seht ihr oben im Video

Ab dem 1. Juni müssen sich Verbraucher auf einige Änderungen einstellen. Der Erwerb von Prepaid-Karten wird dann nämlich schwerer. Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland erhalten mehr Geld.

Hier die Änderungen in der Übersicht:

Prepaid-Karten gibt es ab dem 1. Juli nur noch gegen die Vorlage eines Personalausweises. Grund dafür ist die Verschärfung des Telekommunikationsgesetzes.

Die neue Regelung ist Teil des Anti-Terror-Pakets. Sie soll vor allem verhindern, dass Kriminelle und Terroristen mit Hilfe von Prepaid-Karten anonym und unentdeckt kommunizieren können.

Anders als zuvor ist die Speicherung der persönlichen Daten durch den Verkäufer der Prepaid-Karten nun verpflichtend.

Der Unterhaltszuschuss vom Staat wird verlängert. Bisher bestand für Alleinerziehende der Anspruch für Kinder bis 12 Jahren. Künftig gilt er für Kinder bis zum 18. Geburtstag. Auch die maximale Bezugsdauer von sechs Jahren entfällt.

Die Renten steigen ab dem 1. Juli in Westdeutschland um 1,9 Prozent und in Ostdeutschland um 3,59 Prozent.

Außerdem bekommen Arbeitnehmer mehr Möglichkeiten, flexibler aus dem Berufsleben auszusteigen. Wer frühzeitig in Rente gehen möchte, kann künftig eine neu eingeführte Teilrente mit Teilzeitarbeit kombinieren.

Von Juli ab dürfen diejenigen, die in Teilrente gehen, mit jährlich 6300 Euro mehr Geld anrechnungsfrei hinzuverdienen. Darüber liegende Verdienste werden zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

Auch in der Bundeswehr gibt es Änderungen. Alle Bewerber für den Dienst müssen ab dem 1. Juli eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen.

Auch Erkenntnisse der Verfassungsschützer oder des Bundeskriminalamts sollen herangezogen werden können. Damit will der Militärische Abschirmdienst (MAD) verhindern, dass sich Extremisten und Kriminelle in der Bundeswehr an Waffen ausbilden lassen.

Mit Material der dpa

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