Reaktionen zur Ehe für alle: Mit nur 7 Worten entkräftet die Grünen-Chefin das größte Argument der Kritiker

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Reaktionen zur Ehe für alle: Mit nur 7 Worten entkräftet die Grünen-Chefin das größte Argument der Kritiker | NurPhoto via Getty Images
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  • Viele Politiker freuen sich über die Ehe für alle
  • Grünen-Chefin Göring-Eckardt erklärt in einer Rede, wieso die Entscheidung überfällig ist
  • AfD-Frau von Storch macht ein langes Gesicht – und wird zum Gespött

Die Ehe für alle bleibt ein Streitthema. Auch nach dem Beschluss, dass die Ehe auch für Homosexuelle geöffnet wird.

Grüne, Linke und SPD stimmten für die Ehe für alle – und feierten den Erfolg danach ausgiebig.

Auch viele Unionspolitiker warfen eine blaue "Ja“-Karte in die Wahlurne. "Es haben mehr Abgeordnete von CDU/CSU für die Öffnung der Ehe gestimmt als von Linken oder Grünen. Freue ich mich sehr drüber!“, schrieb CDU-Politiker Jens Spahn bei Twitter.

Kanzlerin Merkel, die mit "Nein" stimmte, sagte nach der Entscheidung: "Für mich ist die Ehe im Grundgesetz die Ehe von Mann und Frau."

Göring-Eckardt hat die perfekte Antwort auf Kritiker

Schon im Plenarsaal war die Freude besonders bei den Grünen grenzenlos. Als das Ergebnis verkündet wurde zündeten Abgeordnete eine Konfettikanone über ihrem Parteikollegen Volker Beck, der seit vielen Jahren für die Rechte Homosexueller kämpft.

Der bedankte sich nach der Abstimmung beim Lesben– und Schwulenverband.

"Danke an den @lsvd und alle Bürgerrechtler*innen, die schon dafür gekämpft haben als wir noch ziemlich allein waren“, schrieb Beck bei Twitter.

Seine Parteikollegin Katrin Göring-Eckardt hatte in ihrer Rede vor der Abstimmung die perfekte Antwort auf die Kritik vieler Gegner der Reform.

"Es ist genug Ehe für alle da“, sagte die Grünen-Fraktionschefin. 7 Worte, die zeigen: Für heterosexuelle Paare ändert sich nichts, sie müssen nicht fürchten, in Zukunft benachteiligt zu werden.

SPD feiert, Kahrs hat sich beruhigt

Auch in der SPD dominierte Freude. Kanzlerkandidat Martin Schulz schrieb: "Die Ehe für alle ist beschlossen. Damit gibt es Einigkeit und Recht und Freiheit in Deutschland jetzt für alle, die sich lieben.“

SPD-Politiker Johannes Kahrs, der in seiner Rede im Bundestages noch gegen Angela Merkel gewütet hatte, zeigte sich besänftigt.

"Ich bin so stolz und glücklich“, schrieb Kahrs.

Kritik und Ernüchterung in der AfD

Kritik kam derweil von der ehemaligen CDU-Politikerin Erika Steinbach, die nun als fraktionslose Abgeordnete im Bundestag sitzt.

Steinbach hatte die Abstimmung bereits im Vorfeld als "Sturzgeburt“ kritisiert – und schoss nun gegen ihre ehemalige Partei.

An Peter Tauber gerichtet twitterte sie: "Der erste CDU-Generalsekretär, der gegen das eigene Parteiprogramm stimmt.“

Dort wird die Ehe immer noch als Verbund von Mann und Frau definiert.

Auch die AfD protestierte wütend gegen den Beschluss.

Ein Foto, dass Parteivize Beatrix von Storch teilte, zeigt mehrere AfD-Politiker unter der Kuppel des Bundestages.

Sie halten Schilder auf denen unter anderem "Ehebund statt bunter Ehe“ steht.

Ein anderes Bild zeigt, wie von Storch den Ausgang der Abstimmung erlebte.

Ein Twitter-Nutzer kommentierte treffend: "Die Fahrkarte zum Bundestag: 2,70€. Der Cappuccino im Besucher-Café: 3,50€. Das Gesicht von Beatrix zur Abstimmung: unbezahlbar.“

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(ks)

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