So verteidigt das Weiße Haus Trumps widerliche Tweets über eine Moderatorin

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HUCKABEE SANDERS
Sarah Huckabee Sanders muss für Trump vor die Journalisten stehen. | Kevin Lamarque / Reuters
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  • Sarah Huckabee Sanders, Sprecherin der Trump-Regierung, will ihrem Vorgesetzten zu Hilfe kommen
  • Sie erklärte öffentlich, Trump habe richtig reagiert und sich mit seinem Tweet nur zur Wehr gesetzt
  • Der US-Präsident hatte sich zuvor auf Twitter über eine Reporterin lustig gemacht

Sie hat keinen leichten Job: Sarah Huckabee Sanders, Sprecherin des Weißen Hauses, musste wieder einmal ihren Chef verteidigen. Trump hatte sich am Donnerstag auf Twitter über die Reporterin Mika Brzezinski lustig gemacht.

Wenige Stunden später sagte Huckabee Sanders vor den versammelten Journalisten: "Ich denke, Mitglieder dieses Senders haben den Präsidenten immer wieder schonungslos und persönlich angegriffen." Gemeint ist der Sender MSNBC, für dessen Show "Morning Joe" die Reporterin Brzezinski arbeitet. "Wenn er angegriffen wird, dann schlägt er nunmal zurück", argumentierte Huckabee Sanders.

Bei "Morning Joe" seien die Mitarbeiter immer wieder auf Trump und seine Mitarbeiter losgegangen, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses. Und: Trumps Vorgänger Barack Obama sei viel besser behandelt worden.

Und sie drohte dem Sender und den Journalisten gar: "Der Präsident wird nicht zurückweichen."

Trump selbst griff immer wieder zum Giftschrank

Kirsten Welker, Journalistin des Senders NBC, wies darauf hin, dass Trump selbst einer der schärfsten Kritiker von Barack Obama war. So behauptete Trump etwa immer wieder, Obama sei wohl kein echter Amerikaner und verlangte, dessen Geburtsurkunde zu sehen.

Dann versuchte Huckabee Sanders gar etwas Mitleid für Trump zu bekommen: "Ich denke, man kann nicht erwarten, dass jemand Tag für Tag aufs Persönlichste angegriffen wird - und dass sich der dann einfach zurücklehnt."

Das lässt vermuten: Trump wird die Hände auch weiterhin nicht in den Schoss legen. Und stattdessen zu seinem Smartphone oder seinem Computer greifen, um auf Twitter gegen seine vermeintlichen Feinde loszugehen.

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