Donald Trump gegen die Frauenwelt: Der mächtigste Chauvinist der Welt

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Donald Trump hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg -  vor allem, wenn es um Frauen geht

Ist doch alles kein Problem. Du musst den Frauen einfach nur in den Schritt fassen. "Grab them by the pussy, you know." Unglaublich, dass diese himmelschreiende Frauenverachtung einst die politische Karriere des Donald Trump (70) nicht binnen Sekunden pulverisierte. Nein, er wurde stattdessen gar zum mächtigsten Mann, zum mächtigsten Chauvinist der Welt gewählt. Und als solcher denkt er nicht im Traum daran, mit seinem schmierigen Verhalten gegenüber Frauen aufzuhören. Warum auch? Immerhin ist er so ins Weiße Haus gekommen.

Lächle und halt die Klappe

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Die neuesten Einträge in Trumps so ellenlanger Sexismus-Akte trugen sich erst kürzlich zu. Während er gerade mit dem neuen irischen Premierminister am Telefon plauderte, unterbrach er das Gespräch wie aus heiterem Himmel. Kein politischer Notfall war dafür verantwortlich, der Präsident erblickte einfach nur eine junge Reporterin, die er prompt zu sich beorderte, um sich ihr "hübsches Lächeln" aus nächster Nähe anzuschauen.

Andere Qualifikationen, so scheint es jedenfalls, müssen Frauen in seinen Augen nicht haben. Immer wieder spricht er ihnen Kompetenzen abseits reiner Äußerlichkeiten sogar völlig ab, macht sie zu nett anzusehenden Objekten. Weltpolitik? Darüber sollen (und können) sie sich doch bitte nicht ihre hübschen Köpflein zerbrechen.

"Kindisches Ego"

Apropos den Kopf zerbrechen: das solle doch bitte auch eine TV-Moderatorin wie Mika Brzezinski sein lassen. Schließlich habe sie dafür ohnehin nicht den nötigen IQ und sei verrückt, giftete Trump ebenso vor kurzer Zeit. Doch die denkt gar nicht daran, aufzustecken und bewies laut dem US-Magazin "People" nun ein dickes Fell: "Mir geht es gut. Meine Familie hat mich gut erzogen." Im Gegensatz zu Trump, wie sie vermutet: "Er scheint ein sehr zerbrechliches, impulsives und kindisches Ego zu haben. (...) Es ist erschreckend, wie einfach er aus der Reserve zu locken ist."

Kritik nicht erlaubt

Noch härter trifft es aber Frauen, die unter dem strengen Blick des US-Präsidenten nicht dessen Schönheitsideal entsprechen. Schauspielerin Lena Dunham (31) und Moderatorin Rosie O'Donnell (55) fallen in den Augen Trumps in diese Kategorie. Fernab der 90-60-90-Körpermaße haben Frauen ohnehin nichts zu suchen - es dann auch noch wagen, ihn öffentlich zu kritisieren, wie O'Donnell und Dunham es gerne und leidenschaftlich tun... was erlauben sich diese Damen nur? "Rosie O'Donnell ist widerlich, innen und außen. Wen ich 'The View' führen würde, dann würde ich Rosie feuern. Ich würde ihr direkt in ihr fettes, hässliches Gesicht schauen und sagen: 'Rosie, du bist gefeuert!'", sagte Trump 2006 in der TV-Show "Entertainment Tonight".

Streep? Die kann nichts!

Regelrecht absurd wurde es, als Trump Schauspiel-Legende Meryl Streep (68) mal eben jedwedes Talent absprach. Denn als diese bei der vergangenen Golden-Globe-Verleihung zu einem flammenden Plädoyer gegen Trump anstimmte, nahm er sich ihre Kritik nicht etwa zu Herzen oder versuchte, sie zu verstehen. Er beschloss, Trotzkopf, der er ist, zu schmollen. Und einer Frau, die 20 Mal für den Oscar nominiert war und den Goldjungen bislang dreifach einheimste, die Qualifikationen für ihre Profession abzuerkennen. Um aber fair zu sein: hinsichtlich seiner Dünnhäutigkeit gegenüber Kritik lebt Trump in regelmäßigen Abständen Gleichberechtigung vor.

Früh begonnen

Was, oder besser gesagt wie wenig er von Frauen hält, ist schon seit den 80er Jahren wohl dokumentiert. 1991 etwa, als George Bush Senior noch Präsident war, verkündete er in einem Interview mit dem "Esquire"-Magazin: "Wissen Sie, es spielt nicht wirklich eine Rolle, was Sie schreiben, solange Sie einen jungen und hübschen Arsch haben." Wenige Jahre später kaufte er die Rechte am Schönheitswettbewerb der "Miss Universe"-Wahl - und nannte die erste Siegerin unter seiner Führung 1996 gleich mal "Miss Piggy".

Keine 10 mehr

Selbst deutsche Frauen konnten sich Trumps Gebaren nicht entziehen. Über Heidi Klum (44) ließ er 2015 verlauten, dass sie "leider keine 10" auf der Schönheitsskala mehr sei. Und Klum selbst? Die zeigte Größe und nahm den Vorfall mit Humor. Unter den Hashtags "Trump hat gesprochen" oder "Schönheit liegt im Auge des Betrachteten" konterte sie der Aussage des heutigen Präsidenten.

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