Das Netz jubelt über die "Ehe für alle"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Endlich dürfen in Deutschland gleichgeschlechtliche Paare heiraten

Lange ist sie gefordert worden, endlich ist sie auch Realität: Eigentlich ist es ein Jammer, dass man sich in einem Land wie Deutschland derart über die Ehe für alle, also die Gleichberechtigung unabhängig der sexuellen Orientierung, freuen muss. Doch die Entscheidung des Bundestages, dass ab sofort auch gleichgeschlechtliche Partner den Bund der Ehe eingehen dürfen, ist nicht minder als ein Meilenstein. Einer, der im Netz hohe Wellen der Freude schlägt. Der Grundtenor: Das wurde auch verdammt Zeit!

Die Maus verteilt Liebe

Mehr zum Thema Gleichberechtigung gibt es in diesem Buch zu lesen

Als eine der ersten freuten sich die Zeichentrickfiguren aus der "Sendung mit der Maus". Unter der knappen Bildüberschrift "Mehr Liebe!" im Verbund mit dem Hashtag "Ehefueralle" überreichten sich die titelgebende Maus und der kleine Elefant ein großes Herz und einen Blumenstrauß.

Überhaupt freuten sich viele Comic-Figuren über die Entscheidung des Bundestags. Cartoonist Ralph Ruthe versah sein gezeichnetes Profilbild mit der Regenbogenflagge im Hintergrund, zudem schrieb er: "Die negative Seite der #EheFuerAlle: Bei meinen lesbischen Nachbarn läuft grade zum 8. Mal in voller Lautstärke Campino mit TAGE WIE DIESE."

Die negative Seite der #EheFuerAlle :
Bei meinen lesbischen Nachbarn läuft grade zum 8. mal in voller Lautstärke Campino mit TAGE WIE DIESE.

Posted by ruthe.de on Freitag, 30. Juni 2017

Gleiche Nachteile für alle

Ebenfalls mit einem Augenzwinkern betrachtete die Seite "Jodel" das "gleiche Recht für alle". "Endlich können auch Homosexuelle Scheidungskriege führen", titelte man dort auf der offiziellen Facebook-Seite.

Die Zynismus-Meister der "ZDF heute-show" befanden derweil, dass "den Grünen nur noch Tofu" übrig bliebe, sollte "Merkel jetzt noch das Hanf" freigeben. Zumindest bei der CSU sei die Welt aber noch in Ordnung: "Die CSU ist weiter gegen die #Ehefueralle. Wer soll bei den Schwulen am Herd stehen und wer bei den Lesben die Frau unterdrücken?"

Weltuntergang?

Die Satire-Sendung "Extra 3" sah es daher auch als ihre sofortige Pflicht an, die Menschen zu beruhigen: "Liebe konservative Mitbürger, seien Sie unbesorgt! Das Unwetter da draußen hat sicher nichts mit der Entscheidung des Bundestages für die Ehe für alle zu tun."

Wir sind uns da fast sicher!

Posted by Extra 3 on Freitag, 30. Juni 2017

Facebook wird bunt

Überhaupt sprießen derzeit wieder die Solidaritätsbekundungen in den sozialen Netzwerken aus dem Boden. Viele Facebook-Nutzer verzieren bereits fleißig ihr Profilbild mit Regenbögen und Herzen, die Grundaussage ist: durch die Ehe für alle wird keinem heterosexuellen Menschen etwas genommen. Aber jeder homosexuellen Person unendlich viel gegeben. Also freut euch doch einfach!

Korrektur anregen