Das iPhone gibt es nur, weil Steve Jobs einen Microsoft-Mitarbeiter hasste

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IPHONE 2007
Das iPhone gibt es nur, weil Steve Jobs einen Microsoft-Mitarbeiter hasste - und 9 weitere kuriose Fakten über das iPhone | Kimberly White / Reuters
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  • Vor zehn Jahren startete der Verkauf des ersten iPhones
  • Mit dem Smartphone hat Apple die Welt und viele Bereiche des Lebens drastisch geändert
  • Diese 10 kuriosen Fakten über das iPhone wusstet ihr bestimmt noch nicht

“Von Zeit zu Zeit kommt ein revolutionäres Produkt auf den Markt. Eins, das alles verändert.” Ob Steve Jobs ahnte, wie recht er mit seinen Worten bei der Präsentation des ersten iPhones behalten würde?

Vor zehn Jahren startete der Verkauf dieses revolutionären Produkts, das tatsächlich die Welt verändert hat.

Doch so allgegenwärtig das iPhone heute ist, so wenig wissen die meisten über die Geschichte hinter dem Erfolgs-Smartphone.

Diese 10 Fakten kanntet ihr sicher noch nicht.

1. Das iPhone ist einem Microsoft-Mitarbeiter zu verdanken

Nicht nur Jobs und Apple ist das iPhone zu verdanken - sondern auch einem Microsoft-Mitarbeiter. Einem Mitarbeiter, den Jobs offenbar besonders gehasst hat. Das zumindest behauptet Scott Forstall, der Apples iOS-Abteilung unter dem Apple-Gründer leitete vergangene Woche bei einer Veranstaltung.

"Es begann, weil Steve diesen Typen bei Microsoft hasste”, berichtet Forstall. “Er kam jedes Mal stinksauer zurück, wenn er mit ihm zu tun hatte."

Der Microsoft-Manager war ein Bekannter von Jobs und prahlte mit den damals von dem Unternehmen entwickelten Tablets - und wie die die Welt verändern würden. Jobs war besonders von dem Display und dem Eingabestift nicht überzeugt.

Apple entwickelte das Multi-Touch-Display - und das iPhone.

2. Das iPhone war erst ein iPad

Jobs wollte ein Produkt herstellen, dass das Tablet, das Microsoft damals entwickelte, übertrumpfen würde. Also ließ der Apple-Gründer zunächst ein Tablet mit dem Multi-Touch-Display entwickeln.

Später entstand die Idee, nur einen Teil des Prototypen-Tabletdisplays zu verwenden. "Könnt ihr die Tablet-Technik-Demo auf eine Größe schrumpfen, die in meine Hosentasche passt?", soll Jobs gefragt haben. Als dem Team das gelang, soll er gesagt haben: "Legt das Tablet auf Eis. Wir bauen ein Telefon."

3. Apples iPhone war nicht das erste iPhone

Bevor Jobs das allererste iPhone von Apple enthüllte, hatte das Tech-Unternehmen Cisco Systems die Bezeichnung bereits patentiert. Deshalb verklagte der Konzern Apple prompt, als Jobs sein iPhone im Januar 2007 vorstellte.

Das Cisco iPhone war ein Voice-over-IP-Telefon, mit dem Nutzer über Skype telefonieren konnten, ohne einen Computer zu besitzen. Die beiden Unternehmen einigten sich allerdings irgendwann.

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4. Das iPhone hatte zunächst einen anderen Namen

Intern nannten die Entwickler, die am ersten iPhone arbeiteten, ihr Produkt “Purple”, ihr Quartier in der Apple-Zentrale bezeichneten sie als "Purple Dorm". Das hatte gute Gründe: Denn nur wenige wussten, dass der Mac-Konzern an einem Telefon arbeitete.

Scott Forstall sollte sich auf Jobs Anweisung 30 Leute aussuchen, die an dem Gadget arbeiten und in die Pläne des Apple-Gründers eingeweiht werden sollten. Die einzige Voraussetzung: Sie mussten Apple-Mitarbeiter sein.

5. Wenn das iPhone in den 90er Jahren hergestellt worden wäre, wäre es utopisch teuer gewesen

Wenn das iPhone 5s im Jahr 1991 erschienen wäre, hätte es wahnsinnige 3,56 Millionen Dollar gekostet. Das hat das US-Tech-Portal Tech Policy Daily ausgerechnet. Allein der A7-Chip hätte mit stolzen 620.000 Dollar zu Buche geschlagen, der 32 GB Flash-Speicher wurde damals für ganze 1,44 Millionen Dollar verkauft.

6. Das iPhone hat die Welt auch im Kleinen verändert

Es muss wohl nicht mehr erwähnt werden, wie sehr das iPhone unser aller Leben verändert hat. Und offenbar ist nichts vor dem Einfluss des smarten Telefons sicher - auch nicht Kaugummis. Die werden schon seit langem strategisch günstig platziert, an der Supermarktkasse verkauft.

Der Plan: Menschen stehen in der Schlange, warten, und aus Langeweile greifen sie zum Kaugummi. Lang ging er auf - bis das iPhone kam.

Denn jetzt müssen sich die Shopper endlich nicht mehr langweilen, wenn sie an der Kasse anstehen. Sie schauen einfach auf ihr iPhone. Und greifen nicht mehr aus Langeweile zum Kaugummi. Seit 2007 sind daher die Absätze laut dem Marktforschungsunternehmen Euromonitor International um 15 Prozent zurückgegangen.

7. Das iPhone hat nicht nur Unternehmen geschwächt - sondern auch welche gestärkt

Natürlich: Weder für BlackBerry noch Nokia oder die Kaugummi-Industrie war das iPhone ein Segen. Aber es hat nicht nur Unternehmen ruiniert, sondern vielen enorm geholfen.

Das iPhone war nicht das erste Smartphone, ist aber alleine verantwortlich für seinen Durchbruch.

Nach dem Vorbild des iPhones wird heute jedes Smartphone hergestellt. Unternehmen wie Huawei und HTC haben davon extrem profitiert. Am meisten hat das iPhone Samsung gebracht. Der koreanische Tech-Konzern ist was Smartphones angeht nicht nur Apples härtester Konkurrent - er liefert Apple auch die Chips fürs iPhone. Und profitiert so doppelt.

8. Menschen tun das verrückteste, um an ein iPhone zu kommen

Menschen tun die irrsten Dinge für ein iPhone - offenbar besonders in der Ukraine. Das zeigt spätestens die Geschichte des 20-jährigen Olexander Turin.

Der junge Ukrainer ließ seinen Namen im Herbst 2016 in Olexander iPhone 7 ändern. Der Grund: eine Kampagne eines Elektro-Geschäfts in Kiew. Das verschenkte ein neues iPhone 7. Einzige Bedingung: der neue Name.

9. Nicht jeder lobte das iPhone am Anfang

Die Presse war 2007 fast einheitlich voll des Lobes für das neue Smartphone aus dem Hause Apple. “Es gibt bis heute kein Telefon, das so viel mit so wenig leistet. Apple hat die Stange nicht nur für Handys, sondern auch für tragbare Media Player und Tech-Geräte im Allgemeinen sehr hoch gelegt”, schrieb das Tech-Portal Engadget zum Beispiel.

Apples Konkurrenz sah das etwas anders. Der ehemalige Palm-CEO Ed Coligan beschwerte sich über die “PC Leute”, die sich auf einmal in den Telefon-Markt einmischen. “Die werden sich da nicht einfach einmischen”, sagte er. Mike Lazaridis, Blackberry CEO, kritisierte, dass Apple Funktionalität für Design opfere. “Das wird bald den Reiz verlieren.”

Am härtesten ging der damalige Microsoft-CEO Steve Ballmer mit dem iPhone ins Gericht. “Man kriegt ein Motorola Q für 99 Dollar. Apple wird das teuerste Telefon, das es bisher auf dem Markt gibt, anbieten”, kritisierte Ballmer - und hatte damit natürlich recht.

Womit er nicht recht hatte, war seine Prognose über den Erfolg: “Es gibt keine Chance, dass das iPhone irgendeinen signifikanten Marktanteil haben wird. Keine Chance.”

10. Das iPhone wurde zum einflussreichsten technischen Gerät gewählt

Das “Time”-Magazin hat das iPhone im vergangenen Jahr zum einflussreichsten technischen Gerät aller Zeiten gekürt. Smartphones habe es zwar bereits vor dem iPhone gegeben, doch erst Apple sei gelungen, einen "wirklich leistungsstarken Computer in die Taschen von Millionen" zu bringen.

Kein Smartphone zuvor sei so "zugänglich und schön wie das iPhone" gewesen, heißt es in der Begründung.

Das iPhone habe die Art verändert, “wie wir kommunizieren, Games spielen, einkaufen, arbeiten”.

Kurz: Das iPhone hat wirklich geschafft, was Steve Jobs sagte, bevor er es der Welt präsentierte. Es hat unser aller Leben revolutioniert.

Mehr zum Thema: Wieso das neue iPhone die Welt genauso revolutionieren könnte wie das erste iPhone

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(lp)

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