AfD-Vize von Storch gibt den unnötigsten Kommentar zur Ehe für alle ab

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AfD-Vize von Storch gibt den unnötigsten Kommentar zur Ehe für alle ab | Hannibal Hanschke / Reuters
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  • AfD-Vize von Storch kritisiert die Ehe für alle und spricht von "Heterophobie"
  • Die von ihr angeklagte vermeintliche Ungerechtigkeit wird am Freitag aber wohl ein Ende haben

Viel wurde bereits gesagt über die Ehe für alle, die der Bundestag am Freitag aller Voraussicht nach beschließen wird.

In den meisten Parteien dominiert die Freude über die anvisierte Ehe-Öffnung.

Nicht so in der AfD. Die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch kommentierte jetzt bei Twitter: "Frage an den Rechtsausschuss: Geht eingetragene Lebenspartnerschaft auch heterosexuell?" Dazu setzte sie den Hashtag "Heterophobie".

Der Rechtsausschuss des Bundestags hatte der Abstimmung über die Ehe für alle heute stattgegeben. SPD, Linke und Grüne stimmten für den Antrag, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Unionspolitiker wollten das verhindern.

Die AfD-Frau sollte sich freuen

Auch AfD-Frau von Storch scheint eine strikte Gegnerin der Ehe für alle zu sein.

Ihre polemische Kritik ist jedoch kurzsichtig. Denn die eingetragene Lebenspartnerschaft, die Homosexuellen derzeit offen steht, ist gegenüber der Ehe noch immer mit Nachteilen verbunden – etwa im Adoptionsrecht.

Sie als auch für Heterosexuelle erstrebenswertes Modell darzustellen, um dann über "Diskriminierung“ zu klagen, ist eine zynische Provokation. Die gute Nachricht für von Storch: Bald wird sie mit dieser Diskriminierung nicht mehr leben müssen.

Dann dürfen alle erwachsenen Paare in Deutschland heiraten – ganz gleich, welche sexuelle Orientierung sie haben.

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(jg)

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