"In den Kampf": Venezuelas Staastschef Maduro droht der Opposition mit Waffeneinsatz

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NICOLAS MADURO
Maduro will gar mit Gewalt gegen die Opposition in Venezuela vorgehen. | JUAN BARRETO via Getty Images
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  • Venezuelas Präsident Nicolás Maduro will notfalls mit Waffengewalt gegen seine Gegner vorgehen
  • Feinde des sozialistischen Projektes müssten damit rechnen, dass Maduro und seine Anhänger gegen sie in den "Kampf" ziehen
  • Zuletzt kam es zu gewalttätigen Protesten mit mehreren Toten

Venezuelas schwer unter Druck stehender Staatschef Nicolás Maduro droht mit einem bewaffneten Kampf zur Verteidigung seines sozialistischen Projekts. "Wenn Venezuela in Chaos und Gewalt gestürzt und die Bolivarische Revolution zerstört werden soll, werden wir in den Kampf ziehen", sagte er am Dienstag (Ortszeit) in Caracas. Seine Anhänger jubelten über Maduros Worte.

Mit Blick auf eine geplante Verfassungsreform, die Maduros Rolle stärken soll, betonte er: "Wenn wir es nicht mit den Stimmen schaffen, dann mit Waffen."

Bei Unruhen und Protesten im Land mit den weltgrößten Ölreserven kamen seit Anfang April 77 Menschen ums Leben. Zuletzt war nach über 80 Tagen mit Massendemonstrationen das Tränengas knapp geworden.

Die USA sind für alles verantwortlich

Maduro plant für den 30. Juli eine Wahl zur Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung - doch es gibt massive Proteste gegen den Plan. Maduro will mit der Verfassungsreform die dramatische politische und wirtschaftliche Krise befrieden.

Durch die geplante Zusammensetzung der Versammlung mit einer Mehrheit für Sympathisanten der Sozialisten fürchtet die Opposition einen endgültigen Übergang in eine Diktatur - und eine Ausschaltung des von der Opposition dominierten Parlaments. Maduro behauptet, die Opposition arbeite mit den USA an einem Staatsstreich.

2016 brach die Wirtschaftsleistung um rund 18 Prozent ein, rund 95 Prozent der Exporteinnahmen kommen aus dem Ölverkauf, der niedrige Preis verschärft die Lage.

Zudem gibt es in Venezuela die höchste Inflation der Welt - es fehlen Devisen, um ausreichend Lebensmittel und Medikamente im Ausland einzukaufen.

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(jg)

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