POLITIK
28/06/2017 16:09 CEST

"Sie haben Angst vor Wölfen": Grünen-Politikerin verspottet Unionsabgeordnete im Bundestag

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"Sie haben Angst vor Wölfen": Grünen-Politikerin verspottet Unionsabgeordnete im Bundestag

  • In der Fragestunde des Bundestages macht sich eine Grünen-Politikerin über die Union lustig

  • Diese habe Angst vor Wölfen, obwohl sogar Hunde viel gefährlicher seien

Nicht immer geht es im Bundestag um die ganz große Politik. Oft geht es auch um vermeintlich banale Themen.

Wölfe zum Beispiel.

Und bei solchen Themen sind dann nicht einmal Abgeordnete so ganz bei der Sache.

Die Grünen-Abgeordnete Katja Keul etwa spottete am Mittwoch nach Lust und Laune über einen Unionskollege, der sich gleich mehrmals über die Aktivitäten der Bundesregierung im Kampf gegen Nutztiere reißende Wölfe erkundet hatte.

“Frau Staatssekretärin, können Sie sich erklären, dass die Unionsabgeordneten, die in den vier Jahren kaum Nachfragen hatten, jetzt so ein intensives Interesse für den Wolf gezeigt haben“, stichelte Keul.

Die Parlamentarische Staatssekretärin für Umwelt und Naturschutz, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), hatte gleich mehrere Nachfragen der Union bis dahin diszipliniert und ruhig beantwortet. Denn: Bei der Fragestunde dürfen Abgeordnete der Regierung Themen zu allen aktuellen politischen Belangen stellen.

“Diese Angst der Union vor dem Wolf, halten Sie die für nachvollziehbar?”, frötzelte Keul weiter. Auch vor dem Hintergrund, dass es noch zu keinem Schadensfall bei einem Menschen gekommen sei, führte die Grüne aus.

Im Vergleich sei die Gefahr von den Hunden mit unverantwortlichen Haltern hundert bis tausendfach höher.

Tatsächlich gab es in den vergangenen 50 Jahren in ganz Europa nur neun Fälle von tödlichen Angriffen auf Menschen durch Wölfe.

Zum Vergleich: Rund 25.000 Menschen weltweit sterben pro Jahr durch Hundebisse.

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