"Girls' Night Out": Wenn Ladys auf den Putz hauen

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Zoë Kravitz (v.l.), Jillian Bell, Scarlett Johansson, Ilana Glazer und Kate McKinnon in

Die "Hangover"-Trilogie ist Kult und hat eindrucksvoll bewiesen, dass ein Junggesellenabschied im kompletten Chaos enden kann. Nun hat sich US-Regisseurin Lucia Aniello an die weibliche Version herangewagt. In "Girls' Night Out" schickt sie Scarlett Johansson (32, "Lucy") mit vier College-Freundinnen ins Verderben nach Miami. Dieser Junggesellinnenabschied birgt einige Überraschungen, die ihn zu mehr als einem billigen Abklatsch machen.

Darum geht's

Sie wollen sehen, wie ein Junggesellenabschied schiefgeht? Die "Hangover"-Trilogie kann da Abhilfe leisten!

Karrierefrau Jess (Scarlett Johansson) will ihren Partner Peter (Paul W. Downs) heiraten. Auch wenn sie vielbeschäftigt ist, verbringt sie mit ihren College-Freundinnen Alice (Jillian Bell), Blair (Zoë Kravitz), Frankie (Ilana Glazer) und Pippa (Kate McKinnon) einen wilden Junggesellinnenabschied in Miami. Die ausgelassene Party läuft allerdings unter dem Einfluss von jeder Menge Alkohol und Drogen aus dem Ruder: Die Clique bringt aus Versehen einen Stripper um die Ecke. Nach der ersten Panik versuchen die Ladys die Leiche zu beseitigen, was zu weiteren skurrilen Eskapaden führt...

Unverhofft kommt oft

"Girls' Night Out" mag zu Beginn etwas dahinplätschern. Der Film nimmt aber am Schauplatz Miami gehörig an Fahrt auf - was vor allem Schauspielerin Kate McKinnon (33, "Dirty Office Party") zu verdanken ist. Sie spielt die Australierin Pippa, die die vertraute College-Truppe aufmischt. Sie ist die einzige, die nicht mit Jess (Scarlett Johansson) und den Mädels auf dem College war. Mit einen glaubwürdigen Akzent aus Down Under und klassischen kulturellen Klischees sowie einer Gestik und Mimik, die stets auf den Punkt bringt, was alle gerade empfinden, stiehlt sie allen die Show.

Kate McKinnon gehört seit 2012 zum festen Bestandteil der US-Show "Saturday Night Live". Zu ihren Paradesketchen zählt die Darstellung von US-Politikerin Hillary Clinton (69). Außerdem war sie an der Seite von Comedy-Queen Melissa McCarthy (46) 2016 in der Neuauflage von "Ghostbusters" zu sehen - auch hier sorgte sie für zahlreiche Lachmomente. Dafür ist das Kino-Comeback von Demi Moore (54, "Striptease") viel zu kurz ausgefallen. Die Ex-Frau von Bruce Willis (62) und Ashton Kutcher (39) glänzt einmal mehr durch ihr laszives Auftreten als durch viel Text.

Eine tolle Dynamik versprüht Scarlett Johannsson gemeinsam mit Jillian Bell (33), Zoë Kravitz (28) und Ilana Glazer (30). Die Schauspielerinnen könnten wohl unterschiedlicher nicht sein, doch man nimmt ihnen zu jedem Zeitpunkt ab, dass sie sich seit dem College kennen. Auch Scarlett Johanssons Film-Verlobter Paul W. Downs glänzt in der Rolle des unscheinbaren, aber besorgten zukünftigen Ehemannes. Sein Windel-Road-Trip trifft den Nagel auf den Kopf. Das Schauspiel-Ensemble lässt über die teils platten Dialoge und die nicht allzu befriedigende Aufklärung am Schluss hinwegtrösten.

Fazit

Wie auch die Männerversion "Hangover" liefert "Girls' Night Out" zahlreiche Momente, in denen einem das Lachen im Hals stecken bleibt. Derbe Sprüche und skurrile Aktionen sind keine Seltenheit. Doch unverhofft kommt oft, so dass die echten Lacher überraschend überwiegen und für jede Menge kurzweilige Unterhaltung sorgen. Ein idealer Film für einen Mädelsabend im Kino! Ideen für den Junggesellinnenabschied sollte man sich aber besser nicht abschauen...

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