Experiment geglückt: Chinesische Provinz nutzt eine ganze Woche lang nur erneuerbare Energien

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QINGHAI RENEWABLE ENERGY
Ein Mönch in Tongren, Qinghai kocht sein Mittagessen auf einem solarbetriebenen Ofen | Jason Lee / Reuters
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  • Eine chinesische Provinz hat sieben Tage lang auf fossile Brennstoffe verzichtet
  • Das Projekt sollte zeigen, dass ein Stromnetz ausschließlich mit erneuerbaren Energien auskommt
  • In der Provinz leben 5,8 Millionen Menschen

Die chinesische Provinz Qinghai hat das Experiment gewagt: Eine ganze Woche lang wollte sollte auf fossile Brennstoffe verzichtet werden. Und es hat funktioniert.

Die rund 5,8 Millionen Menschen in dem chinesischen Landstrich verbrauchten zwischen dem 17. und dem 23. Juni lediglich erneuerbare Energien, berichtet Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. 72 Prozent des Stromes seien mithilfe von Wasserkraftwerken erzeugt worden.

Die verbleibende Energie hätten Wind- und Solarenergie geliefert, berichtete die mit der UN verpartnerte Organisation Climate Action.

Das Projekt wurde vom staatlichen Versorgungsnetzwerk Chinas angeregt.

Die Einsparung von Kohle wäre enorm

Das Projekt ist das erste seiner Art in China und ein "großer Schritt zur Veränderung der Energieversorgung", sagte ​Quan Shenming, Manager des Energieversorgungsunternehmens in Qinghai, zu Climate Action.

"Dieses Projekt wird von großer Bedeutung sein wenn es darum geht, saubere und erneuerbare Energie in China zu fördern", sagte Quan.

Und die Zahlen sprechen für sich: Innerhalb dieser einen Woche wurden 1,1 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Um diese Menge an Strom aufzubringen, hätte die Provinz 535,000 Tonnen Kohle verbrauchen müssen.

Bereits vor dem Projekt bezog Qinghai 83 Prozent des genutzten Stroms aus Solar- und Solarenergie sowie aus Wasserkraft. Bis jetzt hat das Stromnetz eine Gesamtleistung von 23 Millionen Kilowatt. Ein Ausbau auf 35 Millionen Kilowatt ist für 2020 geplant.

Ausweitung des Stromnetzes in Planung

Darüber hinaus stehen Pläne im Raum, weitere Teile von Zentral- und Ost-China mit in Qinghai generiertem Strom zu versorgen.

"Saubere Energie ist der letztmögliche Weg. Wir müssen unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, unser Energienetzwerk verbessern und den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid verringern", sagte der stellvertretender Generaldirektor des Energieversorgungsunternehmens Han Ti der Nachrichtenagentur Xinhua.

Bis 2020 sollen in China rund 2,8 Billionen Euro in erneuerbare Energien investiert werden, berichtete Xinhau. Im Zuge dieser Investition sollen 13 Millionen neue Jobs geschaffen werden.

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(jg)