EU-Staaten nehmen der Türkei mehr Flüchtlinge ab als vereinbart

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REFUGEE DEAL TURKEY
Die EU-Staaten gehen weit über den Flüchtlings-Deal mit der Türkei hinaus. | LOUISA GOULIAMAKI via Getty Images
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  • Die EU-Mitglieder nehmen vielmehr Flüchtlinge aus der Türkei auf, als im "Deal" vereinbart
  • Der Flüchtlings-Deal mit Ankara sieht eigentlich ein 1:1-Verfahren vor

Die EU-Staaten nehmen laut der "Bild"-Zeitung fünfmal so viele Migranten aus der Türkei auf wie im Flüchtlingsdeal mit Ankara vereinbart. Dies gehe aus neuen Zahlen der EU-Kommission hervor, berichtete die Zeitung am Dienstag.

Danach wurden seit Inkrafttreten der Vereinbarung mit Ankara am 20. März 2016 insgesamt 1210 Migranten, die über die Türkei auf die griechischen Inseln gelangt sind, wieder in das Land zurückgeschickt. Im gleichen Zeitraum hätten die EU-Staaten aber 6254 Syrer aus der Türkei auf bisher 15 EU-Länder verteilt. 2270 davon kamen demnach allein nach Deutschland.

Für jeden Rückkehrer aus Griechenland seien also fünf Türkei-Flüchtlinge in die EU umgesiedelt worden. Nach dem Flüchtlings-Deal mit Ankara sollte es aber ein 1:1-Verfahren geben.

Abkommen mit Ankara sieht anderes Verfahren vor

In dem Abkommen hieß es den Angaben zufolge: Für jeden von den griechischen Inseln in die Türkei rückgeführten Syrer werde ein anderer Syrer aus der Türkei in der EU neu angesiedelt.

Als Hauptursache für den schleppenden Rücktransport von Flüchtlingen von den griechischen Inseln in die Türkei nenne der Bericht der EU-Kommission die "langsamen" Asylverfahren in Griechenland.

Auf die 7450 Plätze in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln kämen derzeit 13.968 Flüchtlinge.

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(jg)

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