Nordkorea vergleicht Donald Trump mit Hitler

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KIM TRUMP
Der Ton zwischen Nordkorea und den USA wird rauer | dpa
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  • Nordkoreanische Staatsmedien vergleichen Donald Trump mit Hitler
  • Trumps Amerika-Zuerst-Politik sei Nazismus des 21. Jahrhunderts

Nordkoreas Ton gegenüber den Vereinigten Staaten wird rauer. Einem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge macht das nordkoreanische Staatsfernsehen mit harten Worten Stimmung gegen US-Präsident Donald Trump.

Trumps Politik sei "die amerikanische Version eines Nazismus, der den Nazismus des 20. Jahrhunderts an Grausamkeit, Brutalität und Chauvinismus bei Weitem übertrifft", hieß es im Staatssender.

Nordkorea hatte in jüngster Vergangenheit die Vereinigten Staaten häufiger mit Raketentests provoziert.
Der verbale Angriff gegen den Präsidenten ist der erste dieser Art.

Nordkorea pirscht sich an

Dass die Angriffe jetzt erst folgen, sei nicht ungewöhnlich, heißt es im "Wall Street Journal". Tatsächlich sei es auch in der Vergangenheit bereits üblich gewesen, dass Nordkorea seinen Gegner erst einmal beobachtet.

Kurz nach der Amtseinführung Trumps am 20. Januar war es zunächst zu einer Annäherung zwischen den beiden Ländern gekommen.

Die USA hatten ein Gespräch mit dem nordkoreanischen Diplomaten des Außenministeriums, Choe Son Hui, anberaumt. Das Treffen sollte in New York stattfinden.

Choe Sun Hui war dann aus unbekannten Gründen das Visum verweigert worden, woraufhin das Treffen abgesagt wurde.

Obgleich nicht ganz klar ist, aus welchen Gründen das Visum verweigert wurde, wird vermutet, dass der Raketentest vom 12. Februar und die Ermordung des Halbbruders von Diktator Kim Jong Un in Malaysia eine Rolle gespielt haben.

In der vergangenen Woche hatte die offizielle nordkoreanische Zeitung "Rodong Sinmun" Trump unter anderem als "Verrückten" bezeichnet, berichtet die Deutsche Presse Agentur.

Nach dpa-Informationen hatte Trump in einem Telefonat mit dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un wiederum als "Verrückten mit Atomwaffen" bezeichnet.

US-amerikanische Politiker werden eindeutiger in ihrer Wortwahl

Aber auch von Seiten der USA werden die Angriffe eindeutiger. Bereits im April hatte Trump sich per Twitter an China gewandt.

China solle den USA gegen Nordkorea helfen, sagte Trump. Sollten sie es nicht tun, würden die USA das Problem alleine lösen.

Im gleichen Monat hatte der amerikanische Außenminister Rex Tillerson zur wirtschaftlichen Isolierung Nordkoreas aufgerufen.

Trump hatte am Montag die Warnung seiner Regierung an die Adresse der kommunistischen Führung Nordkoreas wiederholt, berichtet die dpa. Das Land stelle eine große Bedrohung dar, mit der man nun umgehen müsse. Wahrscheinlich müsse dies schnell geschehen, sagte Trump in Washington.

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(sk)

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