Diese Rallye ist der ultimative Härtetest für ein Elektroauto

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Zum ersten Mal nimmt mit dem Nissan LEAF ein Elektroauto an der über 16.000 Kilometer langen Mongol Rally teil.

Das Prinzip der zermürbenden und anarchischen Mongol Rally ist ziemlich simpel: Man nimmt ein normales Auto ohne Ersatz oder Unterstützungsfahrzeug und fährt es auf einer beliebigen Route von Europa in die Mongolei. Die mehr als 16.000 Kilometer lange Ralley findet in diesem Jahr bereits zum 14. Mal statt. In diesem klassischen Abenteuer muss man aufmerksam sein, um auf der Straße zu bleiben. Man lernt die Menschen der Region kennen und bittet sie um Hilfe. Ziel ist es, so viel Spaß zu haben wie möglich. Wer gewinnt, ist völlig egal – hier geht es nur um die Reise.

Startschuss in diesem Jahr ist am 16. Juli. Herausragen wird dabei der Teilnehmer Chris Ramsey – denn sein Gefährt wird bei der Mongol Rally Geschichte schreiben: Zum ersten Mal geht ein Elektroauto an den Start. „Alle denken, das sei unmöglich“, sagt Chris. „Aber ich will beweisen, dass es möglich ist, um das Bild zu ändern, das viele von Elektroautos haben.“

Auf der Route, die Chris gewählt hat, wird er durch höchst unterschiedliche Landschaften fahren – vom gewohnten Terrain in Frankreich und Deutschland bis zu unbekannten Gegenden in Georgien und Aserbaidschan. Es geht über Berge, durch Wüsten und Steppen von Europa und Asien – bis zum Ziel in der Mongolei.

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Chris nimmt seit 2011 an Rennen und Rallys für Elektroautos teil, seit er mit dem damals neuen Nissan LEAF in Kontakt kam. Die erste Mission war, mit dem Auto in drei Landeshauptstädte von Großbritannien zu fahren. „Damals gab es vielleicht 30 bis 40 Ladesäulen im ganzen Land. Trotzdem bin ich gut 2.500 Kilometer in vier Tagen gefahren. Da habe ich Blut geleckt“, sagt er.
Er gründete das Elektro-Rennteam Plug In Adventures. Seitdem hat er mit seinen Fahrten Rekorde gebrochen. Er fuhr vom nördlichsten zum südlichsten Punkt Großbritanniens und stellte damit einen inoffiziellen Zeitrekord für Elektroautos aus. Danach drehte er einfach um und fuhr dieselbe Strecke zurück – so hatte es noch niemand gemacht. Er absolvierte das North Coast 500, einen 830 Kilometer langer Rundkurs in den schottischen Highlands, und fuhr von Edinburgh nach Monte Carlo. Doch die Mongol Rally ist eine ganz andere Größenordnung. Wie hat Chris sich vorbereitet?

„Ich fahre einen Nissan LEAF Acenta mit 30kWh“, sagt er. „Vorne haben wir im Inneren nichts verändert. Wir haben aber die Rücksitze ausgebaut, um mehr Ladefläche zu bekommen und das Gewicht zu reduzieren. Wir haben Reifen vom Typ Speedline SL2 Marmora und Maxsport RB3, die wir anbringen, wenn das Gelände anspruchsvoller wird.“ Bei der Vorbereitung wurde Chris von der Spezialfirma RML Group unterstützt, die das Auto auf die Ralley vorbereitet hat. Es trägt nun den Namen LEAF AT-EV (all-terrain electric vehicle – geländegängiges Elektroauto).

Doch da ist immer noch das Problem mit der Batterie. Wer durch Europa fährt, findet viele Ladestationen. Was aber, wenn der Energiespeicher in einem angelegenen Teil Kasachstans oder in den mongolischen Steppen zur Neige geht?
„Dort und auch an Orten wie Georgien und Aserbaidschan gibt es kaum Ladeinfrastruktur. Aber weil dies ein Abenteuer ist und kein Rennen, haben wir Zeit, bei Hostels oder Campingplätzen zu halten und dort den Akku zu laden“, sagt Chris.

Halten wird er auf jeden Fall in Astana, der Hauptstadt von Kasachstan. „Ich habe mit Menschen vor Ort Kontakt aufgenommen und ihnen von meiner Fahrt mit dem Elektroauto durch ihr Land erzählt. Daraufhin haben sie mich zu der Messe Future Energies Expo eingeladen, die stattfindet, während ich da bin. Das ist eine drei Monate lange Konferenz, an der 112 Länder teilnehmen. Hoffentlich habe ich die Möglichkeit, ihnen zu zeigen, was ein Elektroauto kann.

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Chris rechnet damit, dass sein Trip sechs bis acht Wochen dauern wird. Als Kopilotin hat er seine Frau Julie dabei, die wie er eine große Wanderlust verspürt. Für sie ist es das erste Elektroauto-Abenteuer. „Wir wollen da raus und die Vorurteile gegenüber Elektroautos bekämpfen – dass sie keinen Spaß machen, dass man damit nicht weit und nicht durch schweres Gelände fahren kann“, sagt Chris. „Den Menschen wird klar, dass Elektroautos eine nachhaltigere Art des Fahrens sind. Was sie nicht verstehen, ist, dass die Autos zunehmend auch genauso praktisch wie normale Fahrzeuge sind.“

Sein Nissan LEAF ist das erste Elektroauto bei der Mongol Rally. Chris ist sich aber sicher, dass sie bald schon die Norm sind. „Beim Thema Elektroauto reden alle vom Wendepunkt – ich glaube, dass wir genau dort jetzt sind. In den nächsten zwei oder drei Jahren werden wir einen großen Anstieg bei den Verkäufen haben, weil den Menschen die großen Fortschritte in der Technologie bewusst werden. Aber wirklich spannend sind die neuen Konzepte, bei denen man etwa im Haus Strom verwenden kann, der aus der Autobatterie stammt und umgekehrt. In zehn Jahren wird unsere Welt eine andere sein.“

Fürs Erste konzentriert sich Chris aber darauf, seine 16.000 Kilometer zu schaffen. „Ich freue mich wirklich darauf, fremde Orte wie die mongolischen Steppen kennenzulernen und Nomadenvölker zu treffen“, sagt er. „Ich reise am anderen Ende der Welt. Dort kann alles passieren. Das macht das Ganze so spannend.“

Chris Ramsey auf Facebook: www.facebook.com/pluginadventures
Auf Twitter: @pluginadventure
Hier könnt ihr Chris‘ Geschichte verfolgen: www.facebook.com/NissanElectricDE

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