"Harry Potter" gibt es seit 20 Jahren: 9 Fakten und Geheimnisse aus Rowlings Zauberwelt

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Auch die

Vor etwa 20 Jahren bekam ein achtjähriges Mädchen ein fotokopiertes Buch-Manuskript von ihrem Vater in die Hand gedrückt, heißt es laut "ABC". Eine Stunde später soll sie völlig benebelt die Treppe heruntergekommen sein mit den Worten: "Dad, das ist um so viel besser als alles andere. Das musst du veröffentlichen." "Dad" war in diesem Fall Nigel Newton (61), ein Verlagschef, und die Geschichte handelt von "Harry Potter". Newton gab der völlig unbekannten J.K. Rowling (51) einen Tag später einen kleinen Vorschuss - und am 26. Juni 1997 erschien "Harry Potter und der Stein der Weisen". Sechs weitere Bücher folgten, zudem eine Blockbuster-Filmreihe, ein Theaterstück und Themenparks.

Rowling wurde vielfach abgewiesen

Die illustrierte Schmuckausgabe von "Harry Potter und der Stein der Weisen" gibt es hier

Dabei kam die magische Geschichte, die ein Multi-Milliarden-Franchise begründete, zunächst nicht gut an. Zwölf angesehene Verlage lehnten den "Stein der Weisen" ab, bevor das Buch bei Nigel Newton und Bloomsbury landete. Abgeschreckt wurden diese angeblich unter anderem von der Länge des Buchs - Achtjährigen nicht zumutbar? Was für ein Irrtum...

Mega-Erfolg

"Harry Potter und der Stein der Weisen" zählt mit geschätzt 107 Millionen Exemplaren zu den Top Ten der meistverkauften Bücher aller Zeiten. Die komplette Buch-Serie verkaufte sich weltweit etwa 504 Millionen Mal - das ist einsame Spitze. Auch die acht Filme sorgten für volle Kassen: Der letzte der Reihe, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" spielte 2011 etwa 1,34 Milliarden Dollar ein und ist damit der acht erfolgreichste Streifen der Kino-Geschichte.

So schwer hatten es die Schauspieler

Die Stars der Filme hatten auch einiges abseits der Kameras zu tun. Vor den Dreharbeiten zu "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" soll Regisseur Alfonso Cuarón (55) angeblich die drei Hauptdarsteller beauftragt haben, einen Aufsatz über ihre Figuren zu schreiben. Emma Watson (27) soll 16 Seiten über Hermine verfasst haben, Daniel Radcliffe (27) eine Seite über Harry und Rupert Grint (28) lieferte angeblich nicht mal einen Satz über Ron ab. Dafür musste er, genau wie seine jungen Kollegen, seine echten Hausaufgaben machen, wenn sie vor der Kamera für Hogwarts paukten, heißt es.

Zahlenspiele

Harry Potter und seine Schöpferin J.K. Rowling haben beide am 31. Juli Geburtstag. Als Voldemort in der Schlacht von Hogwarts vernichtet wurde, war er 71 Jahre alt - als Tom Riddle kam er am 31. Dezember 1926 zur Welt. Die Nummer, die Arthur Weasley in der Telefonzelle eingibt, um mit Harry ins Zaubereiministerium zu kommen, lautet 6-2-4-4-2. Die Buchstaben unter den Nummern ergeben auf einem Telefon-Display das Wort "magic".

Trauer um tote Figuren

In zahlreichen Interviews, die sie nach dem Erscheinen des letzten Buchs gab, verriet Rowling, dass Tonks und Lupin eigentlich nicht sterben sollten. Erst in letzter Minute entschied sie sich dazu, die beiden um die Ecke zu bringen. Übrigens ist es inzwischen eine jährliche Tradition geworden, dass sich die Autorin zum Jahrestag der Schlacht von Hogwarts für den Tod einer "Harry Potter"-Figur entschuldigt. Dieses Mal schrieb sie auf Twitter, dass es ihr leidtue, Severus Snape getötet zu haben. Anders als bei den Entschuldigungen für Remus Lupin und Fred Weasley wusste Rowling dieses Mal wohl, dass die Fans die Sache anders sehen könnten...

Ron sollte sterben - und Hermine zu Harry

Fast hätte es auch Ron Weasley erwischt: In einem Interview mit Daniel Radcliffe sagte Rowling, dass sie stark darüber nachgedacht habe, Ron sterben zu lassen. Dann habe sie sich aber doch dagegen entschieden. Ähnlich ist es ihr auch mit Arthur Weasley ergangen, den sie letztendlich ebenfalls am Leben ließ. Auch die Liebesgeschichte zwischen Ron und Hermine stand auf der Kippe. Harry und Hermine hätten besser zusammen gepasst, sagte Rowling einmal in einem Gespräch mit der "Sunday Times". Das hätte sie vor allem am Ende der Reihe selbst gespürt. Auf das Liebespaar Ron und Hermine hätte sie sich aber schon sehr früh festgelegt.

Daher kommen die Dementoren

Rowlings Mutter litt an Multiple Sklerose und starb 1990. Rowling hatte daraufhin mit Depressionen zu kämpfen. Diese Erfahrung brachte sie auch in die "Harry Potter"-Bücher ein, sie erschuf die Dementoren. "Es ist so schwierig, das jemandem zu beschreiben, der das nie mitgemacht hat, weil es nicht wie Traurigkeit ist", sagte Rowling bei Oprah Winfrey. "Ich kenne Traurigkeit. Man weint und fühlt." Eine Depression sei "diese kalte Abwesenheit von Gefühlen", sie "höhlt Gefühle aus".

Großes Lob für Umbridge

Stephen King (69) findet Dolores Umbridge einen großartigen Bösewicht. Bei "Entertainment Weekly" sagte der Bestsellerautor einmal, die "mild lächelnde Dolores Umbridge mit ihrer mädchenhaften Stimme, ihrem krötenartigen Gesicht und ihren klauenhaften Wurstfingern, ist der größte Bösewicht seit Hannibal Lecter."

Dumbledore war in Grindelwald verliebt

J.K. Rowling verriet 2007, dass Dumbledore homosexuell ist. Seine erste große Liebe: Gellert Grindelwald. Möglicherweise wird das auch noch ein größeres Thema auf der Kino-Leinwand. Der zweite Teil von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" wird 2018 anlaufen. Jude Law (44) spielt in dem "Harry Potter"-Spin-off den jungen Albus Dumbledore. Johnny Depp (53) alias Gellert Grindelwald ist am Ende von Teil eins enttarnt worden und wird im Sequel sein Unwesen treiben...

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