Rihanna twittert mit Steffen Seibert - das sorgt für Diskussionen

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RIHANNA
Rihanna hat mit der deutschen Bundesregierung getwittert - das sorgt für Diskussionen unter den Nutzern | Mario Anzuoni / Reuters
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  • Sängerin Rihanna fragt die deutsche Regierung auf Twitter etwas zum Thema Bildung
  • Regierungssprecher Seibert antwortet - und wird dafür kritisiert

Rihanna twittert mit der deutschen Bundesregierung. Die Musikerin hat sich nach Deutschlands Bildungsinvestitionen in Entwicklungsländern erkundigt. "Regierungssprecher, ich verlasse mich auf Sie", schrieb die 29-Jährige an Regierungssprecher Steffen Seibert.

Hinter ihren Tweet setzte Rihanna einen Smiley mit roten Wangen und eine Deutschlandfahne.

Seibert antwortete am Samstag: "Hi, Rihanna, Bildung ist ein Schlüssel deutscher Entwicklungspolitik. Wir haben seit 2013 unsere Ausgaben fast verdoppelt. Danke fürs Weitersagen!"

Seibert wird kritisiert - weil er Promis antwortet

Die Antwort sorgte in Deutschland für Diskussionen. Und zwar nicht wegen des Inhalts. Viel mehr stören sich Kritiker daran, dass Seibert einem US-Promi "auf Zuruf" antwortet.

"Casual saturday? USA Prominenten auf Zuruf zu antworten, gehört für mich nicht zur Arbeitsbeschreibung von @regsprecher", schreibt eine Twitter-Nutzerin und fordert: "PR statt Transparenz!"

Mancher argwöhnt, dass Seibert einem beliebigen Bürger nicht antworten würde. "Ab wie vielen Followern ist man Ihrer Meinung nach würdig, eine Antwort oder Reaktion von Ihnen zu bekommen? Würde mich interessieren ..."

Doch das ist nur die eine Seite. Viele nehmen den kurzen Austausch zwischen Seibert und Rihanna zum Anlass, über Bildung zu sprechen. Und das ist vermutlich genau das, was die Sängerin möchte.

Worum es Rihanna geht

Denn Rihanna ist Botschafterin für die Organisation "Global Partnership for Education" ("Weltweite Bildungspartnerschaft"). Sie twitterte mit ihrem Anliegen unter anderen auch Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und Kanadas Regierungschef Justin Trudeau an.

Rihannas Organisation möchte vor dem G20-Gipfel im Juli in Hamburg den Druck auf die Regierungschefs erhöhen, in Bildung zu investieren.

Mit dpa-Material.

(cho/sk)

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