Eine Mutter erklärt, ihre Kinder machten diesen Sommer "absolut nichts" - andere Eltern feiern sie dafür

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  • Eine Mutter aus den USA sorgt gerade mit einem eigentlich sehr alltäglichen Facebook-Post für Aufsehen
  • Sie plädiert darin für Langeweile und Nichtstun diesen Sommer
  • Tausende Eltern feiern sie für ihre Botschaft

Alle Eltern kennen das: Sobald die Sommerferien nahen, kommt man in Zugzwang. Man überlegt fieberhaft, wie man die Kleinen am besten und nervenschonendsten unterhalten kann: mit Sommercamps, Ausflügen oder Familienurlauben.

Auch Kristen Hewitt aus dem US-Bundesstaat Florida hatte den ersten Tag der Sommerferien ihrer Kinder komplett durchgeplant: ein Tag am Strand mit vielen tollen Aktivitäten.

Doch es kam anders, als geplant. Denn anstatt zum Strand zu gehen, blieb sie mit ihren zwei kleinen Töchtern zu Hause und machte nichts. Und: Da ist ihr das erste Mal aufgefallen, wie gut sich das eigentlich anfühlt.

Bis um 11 Uhr im Schlafanzug

Um diese Erkenntnis mit der Welt zu teilen, postete die Sportreporterin und Bloggerin ein Foto auf Facebook.

“Ich hatte große Pläne für diesen Sommer", schreibt sie dazu. "Ich wollte einfach eine gute Mutter sein. Ich hatte nicht nur Outdooraktivitäten geplant, sondern auch tägliches Lesen oder Schönschreibe-Übungen.”

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Stattdessen kam es ganz anders: gemeinsam mit ihren Kindern blieb sie bis 11 Uhr im Schlafanzug, danach wurden Schoko-Brownies gebacken, später ein bisschen gemalt und den Rest des Tages verbrachten sie am Pool.

Hewitt: "Wir setzen uns selbst so sehr unter Druck"

Anstatt sich an die geplanten Aktivitäten zu halten, entschloss sie sich zum Nichtstun mit ihren Töchtern. Außerdem hat Hewitt gemeinsam mit ihren Töchtern beschlossen, dass sie gar nicht erst weiter vorausplanen möchte. Lieber schauen, wohin der Tag führt.

"Wir setzen uns selbst so sehr unter Druck mit den Dingen, die wir in den Medien sehen. Jeder will seinem Kind den besten Sommer bieten", schreibt die Mutter. "Aber dabei vergessen wir, dass wir alle müde sind. Müde von diesen ständigen Kursen und Verpflichtungen."

Ein guter Ratschlag an alle Eltern

“Unser Sommer wird voll sein von gemeinsamer Zeit mit der Familie. Vermutlich werden wir zu viel Fernsehen, ein paar Ausflüge machen, sehr viel in der Sonne sein, neue Rollschuhe kaufen, uns langweilen, uns ausruhen und lesen (weil Mama gerne liest!)."

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Am Ende richtet die Mutter das Wort auch an alle anderen Eltern: “Wenn ihr bis jetzt noch nicht wisst, was ihr den ganzen Sommer über tun werdet, dann ist das nicht schlimm. Ihr seid damit nicht alleine. Und wisst ihr was? Es ist total okay. Euren Kindern wird es trotzdem gut gehen, und euch auch.”

Ihr Post findet sehr viel Anklang. Er wurde auf Facebook von mehr als 12.000 Mal geliked und mehrere tausend Male geteilt.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Lisa Radda aus dem Englischen übersetzt.

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(lk)

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