Google bringt überraschend einen Router in Deutschland auf den Markt - das kann das Gerät

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Google bringt überraschend einen Router in Deutschland auf den Markt - das kann das Gerät | Google
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  • Google hat in Deutschland den Verkauf des Routers Wifi gestartet
  • Das Gerät verspricht ein besseres W-LAN-Signal als vom Provider mitgelieferte Geräte
  • Es hat außerdem noch weitere Vorteile

Der smarte Lautsprecher im Wohnzimmer, der intelligente Kühlschrank in der Küche, die Set-Top-Box am Fernseher im Schlafzimmer - künftig wird kein Raum der Wohnung mehr ohne W-LAN auskommen.

Das Problem: Ein Router reicht oft nicht aus, um das W-LAN-Signal in alle Räume zu transportieren - besonders in großen Wohnungen und Häusern, die mehrere Etagen haben.

Eine Lösung für dieses Problem kommt jetzt von Google. Der Suchmaschinen-Gigant hat am Montag überraschend seinen W-LAN-Verteiler Wifi in Deutschland auf den Markt gebracht. Und der sorgt nicht nur dafür, dass sein Besitzer überall in der Wohnung das bestmögliche Signal empfangen kann, er ist erweiterbar und - last but not least - sieht er so schick aus, dass man ihn problemlos in ein Regal oder auf einen Tisch stellen kann.

Mesh-Netzwerk soll bessere Verbindung aufbauen als Repeater

Google hat den Verteiler schon auf einem Event im Herbst vergangenen Jahres vorgestellt - zusammen mit einer für den Software-Anbieter großen Anzahl an Hardware-Devices.

Wifi setzt sich noch vor den normalen Router und baut ein sogenanntes Mesh-Netzwerk auf. Das, zumindest behauptet das Google, soll besser geeignet sein als ein handelsüblicher Repeater, der die Wirkung des Routers - verstärkt.

Der Vorteil des Repeaters: Er kostet in der Regel um die 20 Euro. Google Wifi kommt mit 139 Euro zu einem recht stolzen Preis daher - der Zweierpack ist für 249 Euro zu haben.

Ziemlich viel Geld, bedenkt man, dass der Provider hierzulande in der Regel den Router stellt.

User kann Signal für Geräte priorisieren

Aber Wifi bietet noch mehrere Vorteile: Mit der Wifi-App kann der User die Verteilung des W-LAN-Signals auch gerätespezifisch steuern.

So kann der Wifi-Inhaber zum Beispiel Besuchern eigens Rechte für bestimmte Geräte geben, er kann auch den Internet-Zugang für ausgewählte Geräte zeitlich beschränken. Das kann zum Beispiel für Kinder, die ab einer gewissen Uhrzeit nicht mehr surfen sondern schlafen sollten, sinnvoll sein.

Außerdem kann der User auch bestimmten Geräten eine Priorität bei der Übertragung geben - wenn er zum Beispiel gewährleisten will, dass er einen Film ohne Unterbrechung streamen kann.

In ersten Tests hat der kleine Google-Router seine Versprechen weitgehend gehalten und sehr gut abgeschnitten.

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(sk)

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