Muslime feiern das Ende des Ramadan - doch Donald Trump geht lieber golfen

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TRUMP GOLF
Donald Trump bricht mit einer Tradition des Weißen Hauses. | Jonathan Ernst / Reuters
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  • Donald Trump feiert das muslimische Fest des Fastenbrechens nicht
  • Seit der Präsidentschaft von Bill Clinton gehörte dieses Fest zur Tradition des Weißen Hauses

Donald Trump hält wenig von den Gepflogenheiten seiner Vorgänger im Weißen Haus. Nun bricht der US-Präsident mit einer Tradition, die Bill Clinton vor über zwanzig Jahren ins Leben rief.

Am Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr, feiern Muslime das Ende des Ramadans. Seit der Präsidentschaft von Bill Clinton lud das Weiße Haus zum Festtag jeweils zum Dinner. Trump bricht nun mit dieser Tradition.

Der US-Präsident und seine Frau Melania ließen am Samstag in einer kurzen Pressmitteilung erklären, sie übermittelten den Muslimen zu Eid al-Fitr ihre "besten Grüße". Von einem Fest war hingegen nicht die Rede.

Noch vor einem Jahr feierten die Obamas das Fest im Weißen Haus. Der damalige US-Präsident und seine Frau Michelle lobten in einer Erklärung ausdrücklich, Muslime hätten viel für die USA getan.

Imam: Trumps Entscheid ist "enttäuschend"

Viele Muslime sind enttäuscht oder gar wütend über den Entscheid Trumps, kein Fest zu veranstalten. Talib Shareef, Imam einer Moschee in Washington D.C. sagte der HuffPost US: "Das zu beenden sendet keine positive Nachricht aus." Trumps Entscheid sei für ihn "enttäuschend".

Dann richtete er sich direkt an den Präsidenten: "Sie haben immer wieder die Möglichkeit, Golfen zu gehen und all diese anderen Dinge zu tun. Warum haben Sie dann keine Zeit für eine Bevölkerungsgruppe, die Unterstützung benötigt?"

Denn einige Stunden bevor Trump in der Presseerklärung klar machte, dass es dieses Jahr kein Fastenbrechen im Weißen Haus geben werde, wurde der Präsident noch in einem Golf-Club gesichtet, der ihm gehört.

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(jg)

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