"Audi Director's Cut": So feierten die Promis in München

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Ken Duken besuchte den

Eine rauschende Party, große Schauspieler, berührende Filme: In München gibt sich derzeit auf dem 35. Filmfest das Who-is-who der deutschen Filmbranche die Ehre. Am Samstagabend traf sich die Elite der deutschen Film- und Fernsehlandschaft bereits zum elften Mal auf dem "Audi Director's Cut" zum großen Get-together auf der malerischen Praterinsel.

Bei sommerlichen 30 Grad feierten 900 Prominente bis tief in die Nacht hinein. Diese Stars ließen sich den lauen Sommerabend an der Isar unter anderem nicht entgehen: Hardy Krüger Jr., Armin Rohde, Friedrich sowie Max von Thun, Josefine Preuß, Hans Sigl, Jutta Speidel, die "Tatort"-Stars Adele Neuhauser, Axel Milberg und Axel Prahl, Dennenesch Zoudé, Joseph Vilsmaier sowie Mina Tander und Claudia Michelsen.

Für "Inglourious Basterds" stand Ken Duken vor Quentin Tarantinos Kamera - hier können Sie den Film in Ihr Wohnzimmer holen

Zur Veranstaltung des Automobilherstellers kommen die Promis gerne. "Der 'Audi Director's Cut' ist jedes Jahr eines der großen Sommerfeste der Branche, und es ist toll, hier alle Kollegen und Freunde wieder zu treffen. Man sieht sich ja eh viel zu selten", schwärmte Hardy Krüger Jr. (49) gegenüber spot on news. "Besonders schätze ich die Podiumsdiskussionen, denn hier wird nicht nur ausgelassen gefeiert, sondern man tauscht sich auch sehr konstruktiv aus."

Spannende Filme aus allen Genres

Hollywood-Star Ken Duken (38) war ebenfalls anwesend und stellte beim "Audi Director's Cut"-Talk sein Regiedebüt "Berlin Falling" vor. Ein harter, aufwühlender Stoff über einen Terroranschlag auf die Hauptstadt. Als Kontrapunkt zeigte Niels Laupert (42) die herrliche Liebeskomödie "Whatever Happens", in der sich Fahri Yardim (*1980) und Hollywood-Entdeckung Sylvia Hoeks (34) näherkommen. Wenn letztere sich nicht gerade auf dem Filmfest in München herumtreibt, steht sie derzeit mit Ryan Gosling (36) und Harrison Ford (74) für "Blade Runner" vor der Kamera.

Für viele Lacher und gute Laune sorgte auch die Mafia-Komödie "Maria Mafiosi - Jeder sehnt sich nach Liebe" von Jule Ronstedt (46). Einen überraschend ernsten Ansatz wählt hingegen Markus Goller (47), der durch "Friendship" und "Frau Ella" eher für heitere Stoffe bekannt ist. Gollers neuer Film "Simpel" dreht sich um den Zusammenhalt zwischen Frederick Lau (27) und seinem geistig beeinträchtigen Bruder, gespielt von David Kross (26).

Goller hatte mit "25 km/h" noch einen weiteren Film im Repertoire, einen Roadtrip im "Friendship"-Stil. "Ich brauche einfach die Bewegung im Film. Das Reisen gibt dem Stoff Dynamik, deshalb mag ich Roadtrip-Movies sehr gerne", sagte der Regisseur während der Diskussion. Moderiert wurde die begeistert beklatschte Talkrunde von Sky-Moderator Sebastian Höffner (42).

Ralf Bauer: "In den Talks geht es in die Tiefe"

Auch Ralf Bauer (50) weiß an der jährlichen Veranstaltung vor allem die Diskussionen zu schätzen. "Ich durfte den 'Audi Director's Cut' ja schon ein paar Mal moderieren und ich finde es sehr schön, wie viel Raum hier die Talks einnehmen dürfen. Man kann hinter die Kulissen der Regisseure schauen, ihre Gedankenstruktur entschlüsseln und auch den Prozess des Drehbuch-Schreibens begleiten", so Bauer, der gerade die Horror-Komödie "Goblin 2" dreht. "Weil man hier weitestgehend unter sich ist, spricht man sehr offen auch über Schwierigkeiten in der Konzeption, und wie sich Skripte ständig ändern. Filme sind ja immer auch Kinder ihrer Zeit."

Dem pflichtete Model Barbara Meier (30) bei: "Ich bin nach wie vor gerne auf dem Laufsteg, aber die Schauspielerei ist meine neue Liebe. Ich drehe gerade einen Film, über den ich leider noch nicht sprechen darf. Aber es ist schön, sich hier Inspirationen zu holen." Doch sie treiben noch andere Gründe auf die Events des Münchner Filmfests: "Und natürlich bin ich ein Münchner Madl, der 'Audi Director's Cut' ist da ein Pflichttermin." Über den roten Teppich flanierte die rothaarige Schönheit ohne Freund Klemens Hallmann (*1976), der geschäftlich verreisen musste.

Ken Duken: "Der schwierigste und wichtigste Film meiner Karriere"

Für Schauspieler Ken Duken hat das Filmfest München in diesem Jahr einen ganz besonderen Stellenwert. Sein Regiedebüt "Berlin Falling" ist ohne Frage eine der heiß erwartetsten Premieren. Ein Stoff, der unter die Haut geht, denn Tom Wlaschiha (44) spielt einen Terroristen, der einen Angriff auf Berlin plant und den Elitesoldaten Frank zwingt, ihn dabei zu unterstützen.

"Manchmal musst du mit dem Kopf durch die Wand gehen, um den Film zu machen, der dir wirklich am Herzen liegt", erzählte Duken. "Wir haben gerade das Drehbuch geschrieben, da passierte Paris. Einer der blutigsten Anschläge auf Europa", erinnert sich der Hollywood-Star, der schon mit Brad Pitt (43) vor Quentin Tarantinos Kamera stand.

Doch bei dem Anschlag auf Paris sei es während der Arbeiten zum Films erschreckender Weise nicht geblieben. "Während des Drehs passierte Berlin. Es ist ein beklemmendes Gefühl an dieser Thematik zu arbeiten, wenn du genau weißt: Nur wenige Kilometer entfernt sind Menschen gestorben. Es gab viele Momente, wo wir zusammengesessen sind und die Frage gestellt haben: Können wir diesen Film machen?", resümierte der Neu-Regisseur. Der Film selbst stelle nun eine wichtige Frage: Wie stark kann uns Angst manipulieren? "Eine Frage, die ich übrigens offen lassen möchte...", fügte Duken an.

"Für Audi geht es darum, der Filmlandschaft etwas zurückzugeben"

Während die auf dem Filmfest vorgestellten Filme dem Publikum etwas mit auf den Weg geben möchten, möchte Audi mithilfe des jährlichen Events der Filmlandschaft etwas Gutes tun. "Wir stehen ja nicht nur für Glamour, sondern auch Innovation, Mut zum Design, all diese Faktoren", sagte Thomas Günther, Leiter Integration bei Audi. "Filme wie ,Berlin Falling' und andere zu unterstützen, ist für uns eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben. Denn die deutsche Filmlandschaft hat ganz entscheidend unsere Art geprägt, wie wir Werbung neu interpretiert haben."

Habe man früher fast ausschließlich die Stärken der Autos präsentiert, drehe man heute aufwendige Filme, die eine emotionale Geschichte erzählen. "Dafür brauchen wir brillante Regisseure, die oft nochmal einen ganz anderen Blick auf ein Auto haben als wir als Konzern." Die Verbindung zwischen der Automobil- und der Filmbranche besteht also durchaus. Der "Audi Director's Cut" im Rahmen des Filmfests München beweist es.

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