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25/06/2017 08:06 CEST | Aktualisiert 25/06/2017 16:53 CEST

Umfrage: Abstand zwischen Union und SPD wächst weiter - auch wegen dem Thema Steuern

  • In der Umfrage des Instituts Emnid wächst der Abstand zwischen Union und SPD auf 15 Prozentpunkte

  • Das liegt unter anderem auch an der Steuerpolitik: Eine Mehrheit spricht der CDU/CSU hier eine größere Kompetenz zu

  • Die wichtigsten Infos seht ihr auch im Video oben

Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid wächst der Abstand zwischen der Union und der SPD auf 15 Prozentpunkte. Im Sonntagstrend, den das Institut für die "Bild am Sonntag" erhebt, verlieren die Sozialdemokraten einen Prozentpunkt, die CDU/CSU bleibt auf dem Niveau der Vorwoche von 39 Prozent.

So groß war der Abstand zwischen den beiden Parteien zuletzt im Januar.

Hier das Ergebnis der Umfrage in der Übersicht:

CDU/CSU: 39 Prozent

SPD: 24 Prozent (- 1 Zähler)

Grüne: 8 Prozent (+ 1)

FDP: 7 Prozent

Linke: 9 Prozent

AfD: 8 Prozent

Eine weitere Umfrage von Emind zeigt auch, in welchen Bereichen die Union die Wähler überzeugen kann.

Union kann bei Steuern überzeugen, die SPD bei der Sozialpolitik

Die Deutschen halten CDU/CSU beim Thema Steuern für deutlich kompetenter als die SPD. 46 Prozent sind der Ansicht, dass die Union die größere Kompetenz in der Steuerpolitik hat. Über die SPD sagen das 27 Prozent.

Dabei haben die Sozialdemokraten gerade erst ihr Steuerkonzept vorgestellt - während die CDU/CSU ihre konkreten Pläne noch nicht vorgelegt haben.

Noch größer ist der Vorsprung der Union beim Thema Innere Sicherheit. 54 Prozent sehen bei hier die größere Kompetenz bei CDU/CSU - gegenüber 22 Prozent bei der SPD.

In der Sozialpolitik dagegen erreicht die SPD einen höheren Wert als die Konkurrenz, hier halten 50 Prozent die Sozialdemokraten für kompetenter, bei der CDU/CSU sind es 32 Prozent.

Mehr zum Thema: Inhaltsloser Merkel-Wahlkampf der CDU: Kurzfristig erfolgreich, langfristig eine Katastrophe

Hat die SPD ein Frauen-Problem?

Wie die Umfrage außerdem belegt, kämpft die SPD mit noch einem weiteren Image-Problem: Wenn es um Frauen geht, traut eine Mehrheit der CDU um Kanzlerin Angela Merkel eine bessere Politik zu als der SPD.

48 Prozent der Deutschen glauben, dass eine Regierung unter Merkel eine bessere Politik für Frauen in Deutschland macht. SPD-Chef Schulz kommt nur auf 28 Prozent.

Laut der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, liegt das auch am Frauenmangel in den Spitzenpositionen der SPD: "Es ist an der Zeit, dass bald eine Spitzenposition mit einer Frau besetzt wird: der Parteivorsitz oder der Fraktionsvorsitz", sagte sie der "Bild am Sonntag".

(bah)

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