Eine junge Mutter nahm sich das Leben - jetzt hat ihr Ehemann eine wichtige Botschaft an alle Eltern

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FATHER AND SON
Kim ist jetzt alleinerziehender Vater | NataliaDeriabina via Getty Images
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  • Eine junge Mutter ist spurlos verschwunden
  • Zwei Monate nach der Geburt ihres Kindes nahm sie sich das Leben
  • Ihr Ehemann hat jetzt eine wichtige Botschaft an alle Eltern

Monatelang freuten sich die Kanadierin Florence und ihr Ehemann Kim auf das erste gemeinsame Baby. Doch zwei Monate nach der Geburt des Jungen geschieht etwas Seltsames. Die 32-jährige verschwindet spurlos. Sie hinterlässt keine Nachricht, keinen Brief, nicht einmal ein Anruf oder eine SMS.

Als die Polizei ihr Auto findet, ist auch hier keine Spur von der jungen Mutter. Ihr Ehemann macht sich Sorgen. Er ist am Boden zerstört. Was ist passiert? Überall wird nach Florence gesucht - neben der Polizei werden auch die Medien um Hilfe gebeten.

Kim: “Ich wusste, was sie sagen würden, noch bevor sie über die Türschwelle kamen”

Doch was sie nicht wissen ist, dass die Kanadierin zu diesem Zeitpunkt bereits tot ist. Die junge Mutter hat Selbstmord begangen: Sie hat sich ins Meer gestürzt.

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Kim schreibt auf einer Facebook-Seite, die er nach dem Tod seiner Frau eingerichtet hat: “Es war wie in einem dieser Filme, wenn die Polizei mit schlechten Nachrichten kommt. Dieser grimmige Ausdruck in den Gesichtern. Doch so surreal all das war, es war kein Film. Das passierte wirklich. Das war das echte Leben.”

Sie setzte sich selber extrem unter Druck

Der Grund für den Selbstmord der jungen Mutter: Sie litt an Wochenbettdepression. Sie litt an schlimmen Schlafstörungen, hatte Angst davor ihr Kind zu stillen. Dabei setzte sie sich gleichzeitig unter Druck, den Jungen nicht richtig versorgen zu können.

Obwohl Kim wusste, wie es ihr geht und wie sie sich fühlt, konnte er die Tragweite der Lage dennoch nicht abschätzen. Wo er konnte, hat er sie unterstützt. Jetzt macht er sich selber Vorwürfe.

Postnatale Depression ist keine Seltenheit

Kim möchte nun im Internet zeigen, dass es vielen Müttern so geht und postnatale Depression keine Seltenheit ist. Mit einer extra angelegten Facebook-Seite startet der alleinerziehende Vater einen Aufruf, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen.

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Wenn ihr oder eine euch nahestehende Person an Depressionen leidet, bietet die Telefon-Seelsorge ihre Hilfe an. Sie ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0800 111 0 111 zu erreichen. Eure Anliegen werden auf Wunsch auch anonym behandelt.

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(ujo)

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