Ein britischer Architekt will einen Drohnen-Flughafen in Ruanda bauen - und damit tausende Menschen retten

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DRONEPORT
Der Drohnenflughafen soll auch die Wirtschaft vor Ort f├Ârdern | Foster und Partners
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  • Der britische Architekt Norman Foster will in Ruanda einen Drohnen-Flughafen bauen
  • Die Drohnen sollen medizinische Hilfsmittel in entlegene Regionen bringen
  • Doch das ist nicht das einzige Ziel seines ehrgeizigen Projekts

Nur ein Bruchteil des afrikanischen Kontinents ist an ein funktionierendes Stra├čennetz angebunden; nur ein Drittel der Afrikaner, die in l├Ąndlichen Gebieten leben, hat in einem Umkreis von zwei Kilometern Zugang zu einer ganzj├Ąhrig befahrbaren Stra├če.

Das hat fatale Folgen f├╝r das Leben der Menschen. Denn j├Ąhrlich sterben Tausende in Afrika an Krankheiten, die eigentlich nicht t├Âdlich enden m├╝ssten. Doch Blut und andere medizinische Versorgungsmaterialien k├Ânnen oft nicht rechtzeitig oder gar nicht bei den Erkrankten ankommen.

Norman Foster will dieser Problematik nicht tatenlos zusehen. Der Brite geh├Ârt zu den bekanntesten Architekten der Welt, eine seiner Arbeiten ist die gl├Ąserne Kuppel ├╝ber dem Reichstagsgeb├Ąude in Berlin.

Drohnen sollen medizinische Hilfsmittel an entlegene Orte bringen

In Ruanda plant er jetzt ein vision├Ąres Projekt: einen Drohnen-Flughafen. Von dort sollen Drohnen Blut und andere medizinische Hilfsmittel in entlegene Gebiete bringen.

Der Hintergrund: Drohnen k├Ânnen ├╝berall dorthin fliegen, wo es keine Stra├čen gibt. Sie k├Ânnen geographische Barrieren wie Gebirgsketten, Seen und br├╝ckenlose Fl├╝sse ├╝berwinden und machen den Bau einer gro├čfl├Ąchigen Infrastruktur ├╝berfl├╝ssig.

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Es soll zwei verschiedene Transportlinien geben: die Red Line und die Blue Line. Mit der Red Line werden Medikamente, Blutspenden und andere Hilfsmittel transportiert.

Die Blue Line dient als "Post"-Linie und soll Briefe und Pakete verteilen. Auf diese Weise will sich das Projekt mit kommerziellen Transporten finanzieren - im Optimalfall w├╝rde das die Kosten f├╝r die Red Line mittragen.

Der Drohnen-Flughafen in Ruanda soll nur der Anfang sein. Foster will ein ganzes Netz sogenannter ÔÇťDroneportsÔÇŁ im Land erstellen. Das k├Ânnte dann auch Vorreiter f├╝r weitere Drohnen-Flugh├Ąfen in anderen L├Ąndern Afrikas werden.

Foster will die Gesundheitsversorgung verbessern, aber auch die lokale Wirtschaft st├Ąrken

Neben dem Transport von Medikamenten sollen Droneports einen weiteren wichtigen Zweck erf├╝llen. Sie sollen in das lokale Leben vor Ort eingebunden sein.

In den Entw├╝rfen des renommierten Architekten sind auch ein Krankenhaus, eine Fertigungshalle und ein Umschlagsplatz f├╝r Waren vorgesehen.

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(Im Flughafen wird es auch ein Krankenhaus und einen Waren-Umschlagsplatz geben. Credit: Redline and The Norman Foster Foundation)

Dadurch will Foster die Gesundheitsversorgung verbessern und gleichzeitig die lokale Wirtschaft f├Ârdern.

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Das beginnt schon beim Bau der Droneports, der mit lokalen Arbeitskr├Ąften erfolgen soll. Lediglich eine Maschine zur Produktion der Ziegelsteine f├╝r die Geb├Ąude will Foster nach Ruanda liefern - die Rohmaterialien sollen von dort stammen und die Steine vor Ort produziert werden.

Die zentrale Idee ist, "mehr mit weniger zu tun". So soll der Flughafen ein offenes Geb├Ąude werden, das sich lediglich aus aneinandergereihten, gew├Âlbten Ziegelstein-Zelten zusammensetzt.

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(Das Geb├Ąude wird von lokalen Arbeitern aus Ziegelsteinen gebaut werden. Credit: Redline and The Norman Foster Foundation)

Der Bau beginnt im Herbst 2017

Mit der Gestaltung des Geb├Ąudes wollen es Foster und sein Team schaffen, den Flughafen zu einem belebten Ort zu etablieren, ÔÇťder, ├Ąhnlich wie die Tankstellen, fester Bestandteil der Infrastruktur wirdÔÇŁ, wie es auf der Website des Architekturb├╝ros hei├čt.

Mit dem Bau in Ruanda soll kommenden Herbst begonnen werden, wie einer von Fosters Mitarbeitern der HuffPost sagte.

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(lk)