Die "New York Times" hat jede Lüge von Trump aufgezählt - so erschreckend lang ist die Liste

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Gerade einmal 39 Tage soll Donald Trump der "New York Times" während seiner bisher sechsmonatigen Amtszeit nicht gelogen haben. | Getty
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  • Die "New York Times" hat in einer Liste jede Lüge von Trump aufgezählt
  • Der US-Präsident soll ihr zufolge nur an 39 Tagen seiner bisherigen Amtszeit nicht gelogen haben

Wäre Donald Trump Pinocchio, dürfte seine Nase mittlerweile locker einmal von Maine bis nach Kalifornien reichen.

Der Präsident der USA ist nun sechs Monate im Amt. Für die “New York Times” der Anlass, Trumps Lügen zu untersuchen.

Ihr Fazit ist besorgniserregend: Laut ihren Recherchen ist es dem US-Präsidenten seit Amtsbeginn nur an 39 Tagen gelungen, nicht in der Öffentlichkeit zu lügen.

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Jeden Tag eine Lüge - 40 Tage am Stück

Die Autoren David Leonhardt und Stuart A. Thompson haben in ihrem Artikel akribisch jede einzelne Lüge von Trump aufgelistet.

Tatsächlich log der US-Präsident demnach die ersten 40 Tage in seinem Amt jeden einzelnen Tag. Erst am 1. März blieb der Präsident “lügenfrei”.

Eine Entschuldigung lassen die beiden Journalisten nicht gelten. Trumps langjährige Erfahrung als Geschäftsmann bedeute für sie: Seine Fehler sind nicht einfach aus Unachtsamkeit entstanden. Seit Jahren hätte Trump "Unwahrheiten" für seine Zwecke benutzt. Da es so viele Lügen sind, hat die "New York Times" sie in winziger Schrift abgedruckt. Ein Twitter-Nutzer schreibt: “Ich bin sprachlos. Die 'NYT' hat JEDE EINZELNE LÜGE, die Trump je gesagt hat, katalogisiert. (Ja, das ist jede einzelne Lüge in einer winzig kleinen Schrift)”

Die offensichtlichste Lüge verbreitete Trump direkt nach seiner Vereidigung

“Ich war kein Fan vom Irak. Ich wollte nicht in den Irak gehen”, sagte Trump am 21. Januar.

Tatsächlich lässt sich nirgends eine Aussage von Trump finden, in der er sich gegen den Krieg ausgesprochen hatte. Die Behauptung muss daher als Lüge eingestuft werden.

Das letzte Zitat vom 21. Juni besagt: “Genau jetzt sind wir eine der hochbesteuertesten Nationen der Welt.” Auch das eine Lüge. Laut dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" zahlen beispielsweise deutsche Bürger um einiges mehr an Steuern als Amerikaner.

Hier eine kleine Auswahl der ungeheuerlichsten Lügen, die Präsident Trump während seiner Amtszeit verbreitet hat:

25. Januar: "Das war die größte Zuschauerzahl aller Zeiten. Diese Menschenmenge war massiv. Schauen Sie mal, wie weit nach hinten sie geht. Diese Menge war massiv."

Fotos und Schätzungen kamen jedoch zu einem anderen Urteil.

22. März: "Die Nato war obsolet, denn sie bekämpfte keinen Terrorismus. Sie haben das jetzt geändert."

2001, nach den Anschlägen vom 11. September, haben die USA bereits den Beistandsartikel des Verteidigungsbündnisses in Anspruch genommen - und damit gegen den Terrorismus gekämpft.

18.April: "Die Lügenpresse behauptet 'Donald Trump hat seine Haltung zu China geändert.' Ich habe meine Haltung nicht geändert."

Vor Amtsantritt schimpfte Trump regelmäßig gegen die Handelspolitik der Chinesen, seit seinem Treffen mit dem chinesischen Regierungschef Xi Jinping hat sich Trump in dieser Hinsicht nicht mehr geäußert.

4. Mai: "Niemand interessiert sich für meine Steuererklärungen außer die Reporter."

Eine Umfrage zeigte: 74 Prozent der Amerikaner wollten, dass Trump endlich - wie die US-Präsidenten vor ihm - seine Steuererklärung öffentlich macht.

Die Liste der "New York Times" führt überdeutlich vor Augen, wie gestört das Verhältnis von Trump und der Wahrheit ist.

Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost USA und wurde von Babette Habenstein aus dem Englischen übersetzt und ergänzt.

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