"Selten so einen Charakter in der Politik erlebt": Guttenberg versucht, US-Präsident Trump zu erklären

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Der frühere Minister Guttenberg kann sich US-Präsident Trump nicht erklären - seinen Konfrontationskurs mit internationalen Partnern lehnt er entschieden ab
  • Das ganze Interview seht ihr im Video oben

Seit dem jähen Ende seiner politischen Karriere beobachtet der ehemalige Wirtschafts- und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die deutsche Politik von außen. Seit mehr als sechs Jahren lebt er in den USA.

Beim Eigenkapitaltag des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) sprach Guttenberg nun über US-Präsident Donald Trump und die neue transatlantische Beziehung der USA mit Europa.

Auf US-Präsident Donald Trump angesprochen, sagte Guttenberg: "Einen Donald Trump zu verstehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das kann er noch nicht einmal selbst." Selten habe er einen neuen Charakter in der Politik erlebt, der so einen rätselhaften Kurs gefahren habe.

Einen Kurs, den Guttenberg offenbar nicht gutheißt.

"Etwas hat sich fundamental verschoben"

Nur noch 21 Prozent der Deutschen hätten noch Vertrauen in die USA, zitiert der ehemalige Politiker eine Statistik. Wenn ebenso viele Deutsche Russland vertrauen würden, habe sich etwas fundamental verschoben, sagte Guttenberg. "Eine Verschiebung, die ich nicht hinnehmen kann."

Auf seine eigenen politischen Ambitionen angesprochen, sagte Guttenberg: "Es sind doch genug da, die dieses Geschäft machen." Die Frage, ob er in die Politik zurückkehren wil, wollte der ehemalige Minister nicht beantworten.

Vor der Bundestagswahl wird Guttenberg die CSU im Wahlkampf unterstützen. So werden die Spekulationen sicherlich weitergehen, ob Guttenberg nicht doch mit einem offiziellen Amt auf die politische Bühne zurückkehrt.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(ll)

Korrektur anregen