Umfrage: Die AfD verliert in drei Bundesländern an Zustimmung

Veröffentlicht: Aktualisiert:
AFD
Die Afd verliert in drei Bundesländern an Stimmen. | Wolfgang Rattay / Reuters
Drucken
  • Laut einer Umfrage verliert die AfD in drei Bundesländern an Zustimmung
  • Die SPD ist in drei Bundesländern nur dritt- und viertstärkste Kraft
  • Der Höhenflug der CDU/CSU hält an

Die AfD ringt derzeit wenig erfolgreich um die Wählergunst. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, verliert die Partei in drei Bundesländern an Zustimmung. Dies ergab die vom Fernsehsender in Auftrag gegebene Umfrage von Infratest dimap.

Vor allem in Sachsen-Anhalt verlor die Partei. Fände dort am Sonntag eine Landtagswahl statt, käme die AfD dort nur noch auf 13 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Wahl im März hatte die Partei mit 24,2 Prozent der Stimmen ein fast doppelt so gutes Ergebnis erreicht.

AfD verliert Stimmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Die schlechten Zahlen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegen mitunter daran, dass die AfD wegen des Landesparteichefs von Sachsen-Anhalt und Mitglied des Bundesvorstands André Poggenburg wiederholt in die Schlagzeilen geraten war. Innerhalb der Partei war es in dieser Folge zu Querelen und drei Austritten aus der Landtagsfraktion gekommen.

Mehr zum Thema: "Deutschland den Deutschen" - Aufgetauchte Chat-Nachrichten zeigen, wie wahnsinnig AfD-Mann Poggenburg ist

In Thüringen erreicht die AfD ebenfalls 13 Prozent. Vor einem Jahr lag die im Erfurter Landtag aktive Partei noch bei 21 Prozent. Auch in Sachsen verlor die AfD vier Prozent. Mit 21 Prozent ist sie jedoch nach wie vor zweitstärkste Kraft hinter der CDU.

Doch die Landes-und Bundeschefin Frauke Petry ist in ihrem eigenen Landesverband in Sachsen stark umstritten. Daher sehen die Umfragen die AfD bei den Bundestagswahlen im September lediglich mit sieben bis acht Prozent in den Bundestag einziehen.

SPD schwächelt, die CDU bleibt auf Höhenflug

Auch die SPD hat mit einer anhaltenden Schwäche in den selben drei Ländern wie die AfD zu kämpfen. Die in den dortigen Landesregierungen vertretene Partei erreicht in Sachsen und Thüringen Werte von lediglich zehn Prozent; in Sachsen-Anhalt kommt sie auf geringfügig höhere 13 Prozent. Sie wäre damit nur dritt- (Sachsen-Anhalt) bzw. vierstärkste Kraft (Sachsen, Thüringen).

Die CDU befindet sich laut der MDR-Umfrage nach wie vor im Höhenflug. Mit Werten von 37 bis 41 Prozent ist sie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen derzeit mit deutlichem Abstand die stärkste Kraft. Damit schneidet sie jedoch immer noch deutlich schwächer ab als im Bund.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(ujo)

Korrektur anregen