Elon Musk will seine Teslas um ein Drittel billiger machen - doch das dürfte Donald Trump nicht gefallen

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MUSK TRUMP
Mit dieser Nachricht legt sich Tesla-Chef Elon Musk klar mit Donald Trump an. | The Washington Post via Getty Images
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  • Die Elektroauto-Firma Tesla überlegt sich, neue Fahrzeuge auch in China zu produzieren
  • Es liefen bereits Gespräche mit den Behörden in Schanghai
  • US-Präsident Donald Trump wird das wenig gefallen

Tesla erobert mit seinen eleganten Elektroautos die Straßen in aller Welt. Doch vielen sind die Wagen schlicht zu teuer. Jetzt überrascht Tesla mit einem Plan, der die Preise der Elektrosportwagen stark senken soll.

Diesen Donnerstag teilte die Silicon-Valley-Firma mit, man prüfe, ob in Zukunft auch Fahrzeuge in China gebaut werden sollen. Derzeit bespreche man sich mit den Behörden in Schanghai über den Plan, in der Metropole eine Fabrik zu eröffnen.

"Wir erwarten, dass wir weiterhin den größten Teil unserer Fahrzeuge in den USA produzieren. Doch wir müssen zugleich auch außerhalb der USA lokale Fabriken eröffnen, um so preiswerte Autos im Ausland zu verkaufen", schrieb Tesla in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung.

Neureiche in China wollen Luxusschlitten

China ist für Tesla ein wichtiger Markt. Das Riesenland hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Millionäre und Milliardäre hervorgebracht, die sich mit ausländischen Luxussportwagen eindecken. Heute würden in China die meisten Autos weltweit verkauft, berichtet die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Noch vor den USA.

Gerade für Tesla ist China interessant. Denn die Behörden haben mittlerweile erkannt, welch dramatische Auswirkungen die Luftverschmutzung auf die Menschen und die Wirtschaft hat. Alternative Energiequellen und Elektroautos erleben einen Boom - genau das richtige Umfeld für Tesla.

In China statt in den USA

Werden die Kalifornier zukünftig tatsächlich in China einen Teil ihrer Autos bauen, dann dürfte deren Preis stark sinken. Das "Wall Street Journal" berichtet, einzig durch das Einsparen des Transports der Fahrzeuge von den USA nach China sowie von Zöllen ließe sich der Preis um ein Drittel reduzieren. China erhebt Zölle in der Höhe von 25 Prozent auf alle importierten Autos.

Doch zuhause in den USA dürfte der mögliche Entscheid, Teile der Produktion nach China auszulagern, noch scharf kritisiert werden. Insbesondere Donald Trump hatte sich während des Wahlkampfes und auch seit dem Beginn seiner Präsidentschaft immer wieder erzürnt darüber gezeigt, dass US-Firmen in China fertigen lassen.

Trump liebt Apples China-Geschäfte gar nicht

Im Silicon Valley ist es insbesondere der iPhone-Bauer Apple, der Trumps Zorn auf sich gezogen hat. Die Kalifornier fertigen viele ihrer Geräte in China, können so die Produktionskosten tief halten - und einen boomenden Markt direkt und ohne lange Seewege beliefern.

Wirtschaftlich ist das für Apple sinnvoll. Das dürfte man sich nun auch im Hause Tesla überlegen. Trump wird das gar nicht gefallen. Gut möglich, dass bald die nächste Twitter-Tirade des Präsidenten kommt. Und nach Muslimen, "Fake News" und Kuba nun Elon Musk und seine Firma zum Ziel von Trumps Zorn werden.

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(jg)

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