EU-Ratspräsident Tusk weist Mays Angebot zu EU-Bürgern zurück

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DONALD TUSK
EU-Ratspräsident Tusk weist Mays Angebot zu EU-Bürgern zurück | Eric Vidal / Reuters
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  • EU-Ratspräsident Donald Tusk hat das Angebot der britischen Regierung zu EU-Bürgern abgelehnt
  • Der Vorschlag drohe, die Situation der EU-Bürger zu verschlechtern
  • Großbritannien sicherte EU-Bürgern zu, weiterhin im Land bleiben zu dürfen

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat das Angebot Großbritanniens zurückgewiesen, EU-Bürgern nach dem Brexit ein Aufenthaltsrecht zu garantieren.

Der von Premierministerin Theresa May gemachte Vorschlag drohe, "die Situation für EU-Bürger zu verschlechtern", sagte Tusk am Freitag zum Ende des EU-Gipfels in Brüssel. Darüber berichtete die "Welt".

"Mein erster Eindruck ist, dass das Angebot des Vereinigten Königreichs hinter unseren Erwartungen zurückbleibt", sagte Tusk weiter. Doch werde das Verhandlungsteam das erwartete schriftliche Angebot genau analysieren.

May hält ihr Angebot für "fair und ernsthaft"

Premierministerin Theresa May hatte in Aussicht gestellt, dass kein legal in Großbritannien lebender EU-Bürger das Land nach dem EU-Austritt verlassen müsse. Demnach soll jeder eine Chance auf einen dauerhaft gesicherten Rechtsstatus bekommen. May nannte das ein "sehr faires und ernsthaftes Angebot" und forderte ähnliche Zusagen auch für die Briten in der EU.

Ein strittiger Punkt dürfte sein, dass die EU darauf beharren will, dass weiterhin der Europäische Gerichtshof für die Rechte der EU-Bürger garantieren könne. May lehnte diese Forderung ab. Über die EU-Bürger im Land sollen allein britische Gerichte entscheiden.

Mit Material der dpa

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