Grüner Transport in Europa: Eine deutsche Bäckerei zeigt, wie's funktioniert

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Kleine Unternehmen revolutionieren die Elektromobilität in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien.

In Deutschland und dem Rest Europas gibt es immer mehr Start-ups, die die Entwicklung von Elektroautos und umweltfreundlicher Fortbewegung vorantreiben. Die Vorteile liegen auf der Hand: In vielen Ländern schreiben Gesetze vor, wie stark die Länder ihren Schadstoffausstoß drosseln müssen.

So werden in vielen europäischen Städten binnen spätestens zehn Jahren Dieselautos aus den Innenstädten verbannt, darunter Madrid, Paris und Athen. Länder wie Holland wollen Elektroautos als mobile Batterien in ihr Stromnetz integrieren, um Energie für Firmen und Haushalte zu liefern.
Viele Unternehmen haben die Vorteile der Umstellung auf Elektro bereits erkannt. Hinzu kommen noch zwei wichtige Faktoren: Zum einen Zuschüsse und Steuererleichterungen, die viele europäische Länder gewähren. Zum anderen, dass Studien wiederholt die Werbewirkung von Nachhaltigkeit und Umweltschutz belegen.

Diese fünf kleinen Unternehmen in Europa treiben die Revolution der Elektromobilität voran:

Brotbacken in Deutschland

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2010 stellte Roland M. Schüren, Inhaber einer Bäckereikette im Rheinland, seine Firma auf Solarbetrieb um, indem er eine Photovoltaikanlage auf dem Dach anbringen ließ. Über die folgenden Jahre ließ er die Anlage erweitern, bis der Betrieb zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen angetrieben wurde.
Aber: 10.000 Brote, Baguettes und Brötchen müssen an die Filialen verteilt werden – Schüren brauchte Lieferwagen, die zu seiner umweltfreundlichen Einstellung passen. Er entschied sich für das Modell e-NV200 von Nissan. Weil das Hauptgebäude mehr Energie erzeugt als es verbraucht, werden mit dem Überschuss die Batterien der Autos betankt.

Taxifahren in Großbritannien

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Michelle Williams und Mark Richards betreiben einen Taxidienst in St Austell im britischen Cornwall. In den vergangenen vier Jahren stellten sie ihre Dieselautos außer Dienst und ersetzten sie durch Elektroautos vom Typ Nissan LEAF. Mittlerweile besteht ihre gesamte Flotte aus LEAF – 14 Stück. Damit sind sie womöglich der umweltfreundlichste Taxiservice der Welt. Zumindest in ihrem Heimatland handelt es sich um das erste Unternehmen ihrer Art, das diesen Meilenstein erreicht hat.
„Wir leben in einem schönen Teil des Landes und wir lieben es, draußen zu sein“, sagt Mark. „Die größten Verschmutzer hier sind Autos, LKWs und Busse. Wir wollten ein Unternehmen führen, das nicht dazu beiträgt. Das ist ein Vorteil für die Umwelt, aber auch ein finanzieller für uns. Zudem macht es uns einzigartig. Von den Fahrgästen fahren manche nur mit uns, weil wir emissionsfreie Fahrzeuge anbieten. Auch Hotels buchen uns, weil es zu ihren eigenen grünen Initiativen passt.“
Ihre Firma hat drei Schnelladestationen, die zu den Betriebszeiten genutzt werden. Nachts kommen langsamere Lademöglichkeiten zum Einsatz.
Michelle und Mark möchten auch andere Taxiunternehmen anspornen, auf eine Elektroflotte umzustellen. Bislang haben sie Unternehmen in Blackpool und Dundee beraten. Da Elektroautos immer günstiger und reichweitenstärker werden, könnten Anbieter wie sie bald die Norm sein. Die Inhaber schätzen, dass sie in ihren Nissans bislang knapp 2,5 Millionen Kilometer gefahren sind. Zu Benzin oder Diesel wollen sie nie mehr zurück. „Wir haben gerade einen unserer ersten Nissan LEAF in Rente geschickt. Der einzige Grund war, dass das Äußere wegen der intensiven Nutzung etwas gelitten hat. Er hatte gut 280.000 Kilometer runter – ohne dass wir die Batterie, den Motor oder etwas Anderes ersetzen mussten. Er hatte niemals eine Panne. Wir sind nie ein zuverlässigeres Auto gefahren.“

Postzustellung in Italien

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Im italienischen Markt für Elektroautos ist Nissan führend – im vergangenen Wirtschaftsjahr mit einem Anteil von 42 Prozent. Das entspricht 845 Stück bei einem Gesamtverkauf von 2.007 Elektroautos. In der Ausrüstung mit den umweltfreundlichen Fahrzeugen hinkt Italien anderen Ländern wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich allerdings hinterher. Das dürfte sich allerdings bald ändern: Nissan hat Vereinbarungen mit Logistikfirmen wie Poste Italiane und GLS geschlossen. Diese werden ihre Fracht mit dem Lieferwagen e-NV200 ausliefern.
Poste Italiane bestellte 70 Fahrzeuge. Zusammen mit anderen Elektroautos entsteht damit die wichtigste schadstofffreie Flotte in Italien. GLS sicherte sich 100 Elektrofahrzeuge und DHL Italien 50 e-NV200s. Haupteinsatzgebiet werden Kurzstreckenfahrten in Städten wie Turin, Mailand, Rom, Florenz und Bologna sein. Dort ist die Senkung der Luftverschmutzung besonders wichtig – nicht nur für die Gesundheit von Anwohnern und Touristen, sondern auch, damit einige der schönsten Bauwerke und Skulpturen der Welt erhalten bleiben.

Pakete verschicken in Frankreich

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Maxime Asselin und Christophe Descombes haben im Oktober 2009 Le Kangourou Vert gegründet – eine Lieferfirma, die auf Kurzlieferungen kleiner Pakete in den Städten Orléans, Tours und Auxerre spezialisiert ist. Als ihnen klar wurde, dass der Einsatz von LKWs in Stadtzentren dafür ineffizient und umweltschädlich ist, fanden sie eine Lösung: 2014 kam der Nissan e-NV200 auf den Markt.
Die Schnellladebatterie des Fahrzeugs, seine Reichweite und sein großer Laderaum machen ihn perfekt für eine umweltfreundliche und kosteneffiziente Firma. Mittlerweile besteht die Flotte aus 18 Nissan e-NV200. Weil Umweltbewusstsein bei Bürgern und Unternehmen in Frankreich eine immer größere Rolle spielt, sind die Aussichten für Le Kangourou Vert sehr gut.

Weintrinken in Spanien

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Die spanische Region Rioja ist für ihren Wein bekannt. Doch von der Carretera del Vi, der Straße des Weins, haben wohl nur wenige gehört. Die Straße in der Provinz Katalonien wurde bereits zu Zeiten der Römer genutzt. Der Weg führt von Sant Martí Sarroca bis in die 40 Kilometer entfernte Küstenstadt Sitges. Auf dem Weg liegen mehr als ein Dutzend Weingüter sowie mittelalterliche Schlösser, moderne Architektur und die schöne katalanische Landschaft.
Dank Nissan handelt es sich nun um ein nachhaltiges Ziel für Touristen. Der Hersteller liefert zwei Nissan LEAF und zwei e-NV200 für die öffentliche Nutzung und für das Carsharing, um so Katalaniens Version der nachhaltigen Mobilität bekannt zu machen. Dazu wurden neue Ladesäulen entlang der Route aufgebaut, was die Reise auf der Weinstraße gänzlich unbeschwert macht. Am Schluss muss man nur eine Sache klären: Wer fährt – und wer darf sich bei der Weinprobe durchkosten?

Dies sind nur fünf Beispiele von Unternehmen, die Elektrofahrzeuge zum Teil des täglichen Lebens machen. So wird es in Zukunft weitergehen. Wenn ihr selbst Eigentümer oder Mitarbeiter einer kleinen Firma in Europa seid, bleibt nur eine Frage: Worauf wartet ihr noch?

Electrify the World ist eine Initiative von Nissan. Als Pionier im Bereich Elektromobilität glaubt Nissan daran, dass unser jetziges Handeln zu einer nachhaltigeren Zukunft beiträgt.

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