Forscher schickten einen Wurm ins All - als er zurückkam, war er mutiert

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Wissenschaftler der Tufts Universität im amerikanischen Massachusetts haben ein besonderes Experiment durchgeführt. Sie schickten einige Plattwürmer zur Weltraumstation ISS.

Ziel der Forscher war es herauszufinden, wie sich die Würmer bei fehlender Schwerkraft und fehlendem Erdmagnetfeld verhalten und ob diese Bedingungen Auswirkungen auf die Anatomie der Würmer haben. Das berichtet die Website “Livescience.com“.

Plattwürmer können Teile ihres Körpers nachwachsen lassen

Bekannt ist, dass bei Plattwürmern bei einer Amputation eines Teiles ihres Körpers, der abgetrennte Teil wieder nachwächst. Die Forscher wollten herausfinden, ob die Bedingungen, die im All herrschen, diesen Wachstumsprozess beeinflussen.

Also amputierten sie einige Würmer, um herauszufinden, ob das Leben im All die Zellaktivität der Würmer beeinflussen könne.

Im Vergleich zu Würmern, die die Erde niemals verlassen haben, geschah mit einigen der Tiere etwas, das die Forscher stutzen lies. Einige Würmer mutierten. Ihnen wuchs anstatt eines Schwanzendes an der abgetrennten Stelle ein zweiter Kopf nach.

Auf der Erde angekommen trennten die Forscher den zweiköpfigen Wurm wieder in zwei Teile, und wieder wuchs den beiden ein zweiter Kopf nach.

Eine Erklärung dafür haben die Forscher bisher nicht

Plattwürmer können laut den Forschern sehr wohl Erkenntnisse darüber liefern, wie der Organismus von Lebewesen auf die Schwerkraft und Magnetfelder im All reagiert.

Michael Levin, Co-Autor der Studie und Biologie-Professor an der Universität sagte “Livescience.com“, dass die Studie der Forscher nicht nur helfen werde, in Zukunft mehr über das Reisen im All herauszufinden, sondern auch für den Regenerationsprozess von Lebewesen auf der Erde.

Die mutierten Würmer seht ihr oben im Video.

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