Theresa May trifft sich lieber mit reichen Spendern im Luxushotel statt mit den Grenfell Tower-Überlebenden

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THERESA MAY
Theresa May traf sich mit reichen Spendern im Hotel "Savoy". | Bloomberg via Getty Images
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  • Theresa May müsste sich eigentlich um die Überlebenden der Grenfell Tower-Feuerkatastrophe kümmern
  • Doch stattdessen traf sich die britische Premierministerin mit den Reichen und Schönen Londons
  • In einem luxuriösen Hotel warb sie für Spenden für ihre Partei

Den ehemaligen Bewohnern des von einer Feuersbrunst zerstörten Grenfell Towers droht die Obdachlosigkeit. Und trotzdem schämt sich Premierministerin Theresa May nicht davor, reichen Spendern ihrer Partei den Hof zu machen - statt sich um die Grenfell Tower-Überlebenden zu kümmern.

Das Treffen fand ausgerechnet im luxuriösen Hotel Savoy in London statt. Die Premierminister mischte sich am Dienstag während 50 Minuten unter die anwesenden Reichen und Berühmten.

Pikanterweise teilten ihre Mitarbeiter zuvor mit, May sei derzeit so beschäftigt, dass sie nicht zur Verfügung stehe. Das berichtet die HuffPost UK.

Dabei hätte die britische Premierminister allerhand zu tun: Sie müsste Antworten auf die Terrorgefahr finden und die Brexit-Verhandlungen lenken.

May macht derzeit keine gute Figur

Bereits nachdem May kurz nach der Feuerkatastrophe das ausgebrannte Gebäude besuchte, musste sie sich Kälte und fehlende Menschlichkeit vorwerfen lassen. Denn während des 15-minütigen Besuches wollte sie sich nicht mit Überlebenden der Katastrophe treffen.

Doch während des erlesenen Anlasses im Hotel Savoy - ein Tisch kann hier bis zu 5000 Pfund kosten - hatte die Politikerin dann genügend Zeit für Selfies mit den Gästen. Theresa May sammelte bei den Reichen Geld für ihre Partei, die Konservativen.

Ian Lavery, Politiker der oppositionellen Labour-Partei, kritisierte May dafür scharf. "Zu einer Zeit, in der das Land sehr schwierigen Herausforderungen gegenübersteht, spricht Mays Entscheid, für ihre Partei Geld zu sammeln, Bände."

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(jg)

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