Steve Bannon hat eine bizarre Erklärung dafür, weshalb Pressesprecher Sean Spicer Auftritte schwänzt

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Trump-Berater Steve Bannon hat eine absurde Erklärung dafür, warum Sean Spicer immer wieder ausfällt. | NurPhoto via Getty Images
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  • Sean Spicer, Pressesprecher des Weißen Hauses, macht sich weiter rar
  • Fragen der Journalisten weicht er aus, tritt teilweise längere Zeiten nicht in der Öffentlichkeit auf
  • Trump-Berater Steve Bannon hat dafür eine bizarre Erklärung

Jüngst häuften sich die Berichte, Sean Spicer versuche sich aus seiner Rolle als Pressesprecher des US-Präsidenten zu verabschieden. Immer häufiger wurden Presseveranstaltungen im Weißen Haus von Spicers Stellvertretern statt von ihm selbst gegeben.

Nun hat Trump-Berater Steve Bannon eine wahrlich bizarre Erklärung dafür, warum Spicer immer wieder fehlt. "Sean ist fett geworden", sagte Bannon zu einer Journalistin. Diese wollte mehr Details aus Bannon herausbekommen, erhielt aber keine weiteren Angaben von ihm.

In den vergangenen Wochen hat das Weiße Haus immer mehr darauf verzichtet, Presseveranstaltungen durchzuführen. Zudem wurden den anwesenden Journalisten weniger Fragen als zuvor beantwortet. Kritiker der Trump-Regierung bemängeln diese Entwicklung.

Spicer gibt es oft nur zu sehen, wenn die Kameras nicht eingeschaltet sind

Der Pressesprecher des Weißen Hauses hält traditionellerweise jeden Tag eine Veranstaltung für Journalisten, die auch gefilmt werden darf. Aber unter Spicer wurde diese Traditionen teilweise aufgegeben und die Journalisten in ihrer Arbeit behindert.

So ging Sean Spicer immer mehr dazu über, nur noch dann Fragen beantworten, wenn die Kameras ausgeschaltet bleiben.

Zuletzt wagte sich Spicer am Montag vor einer Woche vor die Kameras der Journalisten.

Jeden Abend verschickt das Weiße Haus das Programm für den nächsten Tag an die Journalisten. Doch auch mit dieser Regel wurde bereits gebrochen. So wurde am vergangenen Montag keine solche Liste an die Medienschaffenden verschickt.

Und trotzdem kündigte das Weiße Haus dann am nächsten Tag unerwartet an, Spicer werde nun doch vor den Kameras Fragen beantworten.

Journalisten kritisieren: Trump-Regierung wolle Informationsfluss behindern

Verschiedene Journalisten kritisierten das Vorgehen des Weißen Hauses. So warf CNN-Korrespondent Jim Acosta der Trump-Regierung vor, sie wolle sich gegenüber der Presse und der Öffentlichkeit abschotten. Er rief die Journalisten dazu auf, sich dagegen zur Wehr zu setzen.

Acosta bemerkte zudem, dass die Presseauftritte von Spicer immer kürzer und inhaltsloser werden.

"Es ergibt für mich einfach keinen Sinn", sagte Acosta. "Es fühlt sich fast so an, als würde man uns langsam aber sicher in eine neue Normalität hineinziehen. In eine Normalität, in der es für den US-Präsidenten üblich ist, sich gegenüber kritischen Fragen abzuschotten."

Sean Spicer verzichtet oftmals darauf, selbst einfache Fragen der Journalisten zu Donald Trump zu beantworten. Er redet sich dann jeweils mit "ich habe darüber noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen" heraus oder sagt, Donald Trumps Tweets würden bereits "für sich selbst sprechen".

Spicer weicht den Journalisten aus

Diesen Montag musste Spicer die Frage beantworten, ob sein Chef weiterhin glaube, der Klimawandel sei nur eine Erfindung, ein Scherz. Spicer sagte, er habe darüber noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen.

Als Antwort auf die Frage darauf, ob Trump nun endlich klarstellen werde, ob er Audio-Aufzeichnungen des von ihm gefeuerten Ex-FBI-Direktors James Comey habe, gab sich Spicer zurückhaltend.

Er tönte lediglich an, es sei "möglich", dass das Weiße Haus mehr Informationen dazu "Ende Woche" preisgeben würde.

Von Carlo Portmann aus dem Englischen übersetzt.

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(jg)

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