Schlafstörungen nehmen dazu: Ein Grund dafür lässt sich leicht vermeiden

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SLEEP PROBLEM
Schlafprobleme gehen um - das Smartphone kann ein Problem sein | milos-kreckovic via Getty Images
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  • Schlafstörungen unter Arbeitnehmern nehmen laut DAK-Bericht zu
  • DGSM: Sekundenschlaf am Steuer gefährlicher als Alkohol
  • Smartphones tragen zu Schlafproblemen bei

Erholsamen Schlaf findet nicht jeder in der Nacht. Die Zahl der Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, nimmt sogar zu. Die Krankenkasse DAK hat herausgefunden, dass Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren seit 2010 um 66 Prozent zugenommen. Vier von fünf Arbeitnehmern fühlen sich derzeit betroffen.

Die Folgen für die Betroffenen, aber auch für die Allgemeinheit insgesamt, seien gravierend, warnt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) zum "Aktionstages für erholsamen Schlaf" am Mittwoch.

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So gefährlich können Schlafstörungen sein

Zu den gefährlichen unmittelbaren Folgen gehört laut DGSM der Sekundenschlaf am Steuer. "Schläfrigkeit stellt eine häufigere tödliche Unfallursache im Straßenverkehr dar als das Fahren unter Alkohol", sagte DGSM-Vorstandsmitglied Hans-Günter Weeß vom Interdisziplinären Schlafzentrum in Klingenmünster in Rheinland-Pfalz.

Nach Einschätzung von Professor Jörg Lindemann (45), Leiter des Schlaflabors der Universität Ulm, trägt auch die Benutzung von Tablets oder Smartphones nach dem Zubettgehen erheblich zu Schlafproblemen und Tagesmüdigkeit bei.

Laut DGSM zeigen Studien, dass 45 Prozent der 11- bis 18-Jährigen ihr Smartphone auch im Bett checken, davon 23 Prozent mehr als zehn Mal pro Nacht.

Dabei ist gerade auch das Smartphone-Licht ein echter Schlafkiller. Da es bläulich ist, wirkt es auf den menschlichen Körper wie die Sonne zur Mittagszeit. Denn auch hier ist das Licht bläulich.

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