Internetnutzer rätseln: Will uns die Queen mit ihrem Hut eine subtile Botschaft senden?

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QUEEN ELIZABETH
Internetnutzer rätseln: Will uns die Queen mit ihrem Hut eine subtile Botschaft senden? | Carl Court via Getty Images
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Die Rede wurde mit Spannung erwartet: In einer feierlichen Rede eröffnete Königin Elizabeth II. die aktuelle Sitzungsperiode des Parlaments.

Auf einem Thron sitzend verlas die Queen das Regierungsprogramm. Allerdings hat sie keinen Einfluss auf den Inhalt dieser Rede, die wird von der Regierung verfasst.

Und schon nach 10 Minuten war alles vorbei.

Fast jedenfalls. Denn im Netz entbrennt derweil eine Diskussion über den Hut der Queen. Will sie uns damit eine subtile Botschaft senden? Vielleicht eine ganz andere Haltung zum Brexit?

Für einige Beobachter ist die Sache klar: Ihre Kleidung werde so sorgfältig ausgewählt, da gebe es keine Zufälle.

Offizielle Reaktionen? Keine.

Doch das Urteil steht fest: Die Queen trollt die Tories:

Darüber wird noch zu reden sein.

Klar ist: Dieses Mal war der Ablauf der Zeremonie weniger formell als sonst. Die Königin hatte auf die pompöse Kutschfahrt zum Westminster-Parlament verzichtet und kam mit dem Auto.

Warum sie dieses Mal keine Krone trug sondern diesen Hut?

Grund dafür sei die enge zeitliche Abfolge zahlreicher offizieller Termine, ließ sie mitteilen. Zuletzt hatte es 1974 eine solche weniger formelle Zeremonie gegeben.

Zu den vielen mit der Queen's Speech verbundenen Traditionen gehört, dass das Unterhaus einem Gesandten des Oberhauses die Tür vor der Nase zuschlägt, um seine Unabhängigkeit zu demonstrieren. Im Anschluss an die Queen's Speech diskutiert das Parlament in der Regel mehrere Tage über ihren Inhalt und stimmt schließlich ab.

In diesem Jahr ist die Abstimmung über die Queen's Speech eine besonders harte Nagelprobe. Denn die Wahl am 8. Juni hat ein "hung parliament" - ein "Parlament in der Schwebe" - hervorgebracht, in dem keine Partei eine absolute Mehrheit hat.

Rein rechnerisch braucht eine Regierung mindestens 326 der 650 Sitze im Parlament.

Die Konservativen von Premierministerin Theresa May kamen nur auf 318 Sitze. Deshalb wollen sie nun mit der Unterstützung der 10 nordirischen DUP-Abgeordneten eine Minderheitsregierung führen.

Diese Abstimmung über das Regierungsprogramm ist de facto eine Vertrauensabstimmung für die neue Regierung. Sollte sie scheitern, hätte die Gegenseite - also Jeremy Corbyns Labour-Partei - das Recht auf den nächsten Versuch.

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