Trotz Spekulationen um Vergiftung: Otto Warmbier wird nicht obduziert

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WARMBIER
Otto Warmbier verstarb kurz nach seiner Rückkehr aus der Haft in Nordkorea. | KYODO Kyodo / Reuters
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  • Die Leiche des US-Studenten Otto Warmbier wird nicht obduziert
  • Das ist der Wunsch von Warmbiers Eltern
  • Zuvor wurde von einigen Medien die These eingebracht, Warmbier könnte in Nordkorea mit chemischen Kampfstoffen infiziert worden sein

Die Leiche des aus Nordkorea zurückgekehrten und wenig später gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier wird nicht einer Autopsie unterzogen. Ein entsprechender Wunsch der Eltern werde respektiert, teilte die Gerichtsmedizin am Dienstag im Bundesstaat Ohio mit.

Eine genaue Todesursache könne derzeit nicht festgestellt werden. Es seien äußerliche Untersuchungen durchgeführt worden, weitere Untersuchungen sowie die Sichtung von Unterlagen und Gespräche mit behandelnden Ärzten müssten folgen.

Zuvor berichteten Medien, die US-Regierung habe Otto Warmbier mit einem Spezialflugzeug für Seuchengebiete aus Nordkorea abholen lassen. Es wurde vermutet, Warmbier könnte vom kommunistischen Regime mit einem Bio-Kampfstoff infiziert worden sein.

Verhaftung Ende 2015

Der 22-jährige Warmbier war zum Jahreswechsel 2015/2016 nach Nordkorea gereist und festgenommen worden, als er zurückreisen wollte. Ihm wurde vorgeworfen, er habe ein Propagandaplakat in einem Hotel abgenommen und damit eine Straftat gegen den Staat begangen.

Im März 2016 wurde er zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt, wenig später fiel er nach Angaben aus Nordkorea ins Koma. Nach seiner Rückkehr in der vergangenen Woche stellten die Ärzte in den USA schwere Hirnschädigungen fest, wie sie durch einen Sauerstoffentzug auftreten können. Warmbier starb am Montag im Kreise seiner Familie.

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(jg)

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