Streit vor Haus des Altkanzlers eskaliert: Walter Kohl von Polizisten vom Grundstück geschmissen

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HELMUT KOHL
Streit vor Haus des Altkanzlers eskaliert: Walter Kohl von Polizisten vom Grundstück geschmissen | BORIS ROESSLER via Getty Images
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Helmut Kohls Tod sorgt für unrühmliche Schlagzeilen. Der Streit zwischen dem Sohn des Altkanzlers Walter Kohl und Maike Kohl-Richter soll vor dem Haus der Familie in Ludwigshafen-Oggersheim eskaliert sein.

Mit den Kohl-Enkeln Johannes (20) und Leyla (15) soll Walter dort am Mittwochmittag vor der Tür aufgetaucht sein. Offenbar, um sich eine Einwilligung von Kohls Witwe einzuholen, an den Trauerzeremonien teilnehmen zu dürfen.

Doch niemand öffnete die Tür. Vorher soll in der Kohl-Familie die Abmachung getroffen worden sein, die Differenzen telefonisch zu klären.

Seit Jahren befindet sich Walter Kohl im Streit mit der Witwe des Altkanzlers. Zu seinem Vater hatte er am Ende keinen Kontakt mehr.

Inszenierter Eklat?

Polizeibeamte entfernten den Kohl-Sohn dann sogar vom Grundstück. Ihm sei ein "Hausverbot" erteilt worden, heißt es bei der Nachrichtenagentur dpa.

Der Anwalt von Maike Kohl-Richter, Stephan Holthoff-Pförtner, warf Walter Kohl vor, einen Eklat zu inszenieren.

Laut "Focus Online" soll Kohls Witwe außerdem verhindert haben, dass Kanzlerin Angela Merkel beim Trauerakt am Freitag spricht. Kohl-Richter wollte, dass bei dem in Straßburg geplanten Staatsakt statt deutscher, ausländische Spitzenpolitiker zu Wort kommen.

Besonders der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, ein Freund Kohls, habe sie für die Gedenkfeier gewinnen wollen. Doch dazu wird es wohl nicht kommen.

Offenbar ist derzeit geplant, dass EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und auch Merkel sprechen. Dazu der frühere US-Präsident Bill Clinton.

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(mf)

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