Boris Beckers Anwalt dementiert angebliche Pleite

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BORIS BECKER
Boris Becker ist in finanziellen Schwierigkeiten | Michaela Rehle / Reuters
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Der ehemalige Tennis-Profi Boris Becker dementiert, bankrott zu sein. Ein Londoner Gericht hatte genau das laut der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch erklärt.

Beckers deutscher Rechtsanwalt Christian Schertz sagte am Abend: "Das Verfahren betrifft ein Darlehen, das Herr Becker binnen eines Monats in voller Höhe zurückgezahlt hätte."

Becker sei "überrascht und enttäuscht, dass sich die gegnerische Bank in einem konkreten Zivilverfahren in Großbritannien entschieden hatte, Klage gegen ihn einzureichen".

Beckers Anwalt John Briggs hatte laut AP dagegen im Gerichtssaal erklärt, Becker sei "einfach kein sonderlich geschickter Mensch, wenn es um Finanzen geht".

Die Richterin habe zudem laut übereinstimmender Medienberichte abgelehnt, Becker eine längere Schonfrist einzugestehen. Sie glaube nicht daran, dass der "substanzielle“ Schuldenberg innerhalb der näheren Zukunft zurückgezahlt werden könne.

"Er hat Mittel, die Schuld zu begleichen"

Die britische Privatbank Arbuthnot Latham & Co. hatte ein Bankrottverfahren gegen Becker beantragt, berichten englische Medien. Demnach sei Becker nicht zu dem Gerichtstermin in London erschienen.

Die Kanzlei Schertz Bergmann Rechtsanwälte kündigte an, Becker werde jetzt beantragen, die Verfügung umgehend aufzuheben.

Schertz betonte: "Tatsächlich hat mein Mandant bereits gegenüber englischen Medien erklärt, dass seine Einkünfte hinreichend veröffentlicht sind und es klar ist, dass er die Mittel hat, um diese Schuld zu begleichen. Der Wert der in Rede stehenden Wertanlage übersteigt bei weitem das Darlehen bei der Bank, die Herrn Becker verklagt hat."

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(poc)

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