Nach Tod von US-Student Warmbier: USA schicken Bomber über koreanische Halbinsel

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  • Die USA haben zwei Langstreckenbomber über die koreanische Halbinsel fliegen lassen
  • Das Manöver erfolgte kurz nach dem Tod des US-Studenten Otto Warmbier, der in Nordkorea inhaftiert gewesen war

Nach dem Tod des US-Studenten Otto Warmbier lassen die USA im Konflikt mit Nordkorea offenbar die Muskeln spielen. Zwei Langstreckenbomber der US-Streitkräfte hätten die koreanische Halbinsel überflogen, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf südkoreanische Quellen.

US-amerikanische und südkoreanische Kampfflugzeuge führen regelmäßig Manöver über der koreanischen Halbinsel durch. Doch die Flüge vom Dienstag erfolgten schon kurz nach dem Tod von Warmbier. Der Student war nur wenige Tage nach seiner Freilassung aus einer 17 Monate andauernden Haft in einem nordkoreanischen Straflager verstorben.

US-Senatoren fordern Vergeltung

Der Vorfall löste in den USA heftige Reaktionen aus. Der republikanische Senator und ehemalige Präsidentschaftsbewerber John McCain forderte Konsequenzen: "Die Vereinigten Staaten können nicht und dürfen nicht zulassen, dass die eigenen Leute von fremden Mächten ermordet werden", machte McCain in einer Erklärung klar.

Noch weiter ging Senator Rubio. Er fordert auf dem Kurznachrichtendienst Twitter Vergeltung: "Nordkorea muss für diese Brutalität zur Verantwortung gezogen werden."

Laut Angaben des südkoreanischen Militärs habe die routinemäßige Übung mit den US-Bombern dazu gedient, das kommunistische Regime im Norden abzuschrecken. Laut Aussagen der USA hätten die Flugzeuge mit ihrem Manöver Solidarität gezeigt.

Mit Material der AP

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(poc)

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