POLITIK
20/06/2017 12:01 CEST

SPD-Vize stichelt mit Wortspiel gegen CDU-Politiker Spahn – es geht nach hinten los

Reuters/HuffPost
SPD-Poet Stegners Wortspiel gegen CDU-Politiker Spahn geht nach hinten los

  • Am Montag hat die SPD ihren Steuerplan vorgestellt

  • Erwartungsgemäß kam vor allem aus Reihen der Union Kritik - CDU-Politiker Spahn bemängelte die Vorschläge zur Abschaffung des Soli

  • SPD-Vize Stegner reagierte darauf mit einem schlechten Wortwitz

Keine Witze mit Namen. Das sollte sich SPD-Vize und Twitter-Poet Ralf Stegner zu Herzen nehmen. Denn sein Seitenhieb auf CDU-Politiker Jens Spahn wurde zum Rohrkrepierer.

"Wo gehobelt wird, fallen halt Spä(h)ne", schrieb Stegner.

Vorangegangen war die Kritik des Staatssekretärs an den am Montag vorgestellten SPD-Steuerplänen. So nannte Spahn den Vorschlag von Martin Schulz, den Solidaritätszuschlag zunächst für Klein- und Mittelverdiener abzubauen, eine "Augenwischerei".

Spahn: "Der Soli muss abgebaut werden"

"Die unteren Einkommen zahlen nämlich heute schon gar keinen Solidaritätszuschlag, das heißt, die Entlastung läuft ins Leere", sagte der CDU-Politiker der "Passauer Neuen Presse".

Den sogenannten Soli für die Mittelschicht weiterlaufen zu lassen, träfe jene überproportional, die eigentlich entlastet werden sollten.

SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel warf ihm allerdings vor, die Fakten- und Datenlage beim Soli nicht zu kennen. Aus Sicht der Sozialdemokraten würden die vorgeschlagenen Freigrenzen auch die Mittelschicht mit einbeziehen.

Schäfer-Gümbels Kommentar bemüßigte wiederum Stegner zum eher flachen Wortwitz: "Wo gehobelt wird, fallen halt Spä(h)ne". Versehen mit einem Sonnenbrillen-Smilie. Er spielt damit auf die – seiner Meinung nach – oberflächliche Kritik aus Reihen der Union an.

SPD will Freigrenze anheben

Die SPD will den "Soli" abschaffen, um Geringverdiener zu entlasten. Die Sozialdemokraten wollen den Zuschlag von 5,5 Prozent auf die Einkommenssteuerschuld ab 2020 für untere und mittlere Einkommen abschaffen. Dazu sollen die Freigrenzen angehoben werden.

Bisher wird der Soli fällig, wer als Single mehr als 17.000, als Verheirateter mehr als 34.000 Euro vom Einkommen zu versteuern hat. Laut den Plänen der SPD solle die Freigrenze auf 52.000 bzw. 104.000 Euro angehoben werden. Davon erwartet sich die Partei eine Entlastung von zehn Milliarden Euro.

Mehr zum Thema: Deutsche Medien zerpflücken das neue SPD-Steuerkonzept

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(lp)

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