Kalifornien: Während des Routineeingriffs beim Zahnarzt war die Dreijährige auf einmal tot

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Ein Routineeingriff beim Zahnarzt ist für ein kleines Mädchen tragisch geendet: Bei der kleinen Daleyza Avila Hernandez aus dem US-Bundesstaat Kalifornien sollten in einer Zahnklinik in Stockton nur die Zähne gerichtet werden - doch die Dreijährige starb dabei aus bisher ungeklärten Gründen.

"Meine Tochter war absolut gesund", sagte ihre Mutter Araceli Avila dem amerikanischen Fernsehsender "Fox News". "Alles, was ich getan habe, war, meine Tochter zum Zahnarzt zu bringen. Eine halbe Stunde später haben sie sie tot weggebracht."

Das Mädchen erlitt während des Eingriffs einen Herzstillstand

Die Eltern des Mädchens durften während der Operation in der auf Kinder spezialisierten Zahnklinik Children's Dental Surgery Center aus Hygienegründen nicht anwesend sein und warteten draußen. Sie konnten den Krankenwagen sehen, den die Zahnärzte gerufen hatten, nachdem Daleyzas Herz während des Eingriffs aufgehört hatte zu schlagen.

David Thompson, Sprecher der Klinik, sagte gegenüber "Fox News", das Mädchen habe während der Operation wohl auf die Betäubungsmittel reagiert. Sie sei stabilisiert und ins Krankenhaus gebracht worden, sagte Thompson weiter. Er wisse aber nicht, was den Tod des Mädchens verursacht hätte.

Es wird vermutet, dass die Kleine einen Herzfehler hatte. Ihre Eltern beteuern dagegen, dass Daleyza völlig gesund gewesen sei.

Die Familie von Daleyza verlangt eine Erklärung

Das Ehepaar Hernandez will wissen, warum ihre Tochter gestorben ist. Zusammen mit weiteren Unterstützern haben sie eine Mahnwache vor der Zahnklinik abgehalten.

Eine Freundin von Avila sammelt auf der Spenden-Webseite "GoFundMe" Geld für die Beerdigung des Mädchens.

Die Zahnärztekammer von Kalifornien sprach der Familie ihr Beileid aus und kündigte an, den Fall untersuchen zu lassen.

Zahn-OPs unter Vollnarkose sind vor allem für Kinder riskant

Auch in Deutschland sorgten Todesfälle nach einem Zahnarztbesuch bereits für Aufsehen. So starb vor etwa einem Jahr ein 18-Jähriger in Hamburg nach einer Zahn-Operation. Der mehrstündige Eingriff führte wohl zusammen mit einer bisher unerkannten Vorerkrankung zu einem Herzversagen.

Ärzte warnen, dass ambulante Zahn-OPs unter Vollnarkose vor allem für Kinder riskant seien, denn bei ihnen komme es eher zu einem Sauerstoffmangel und damit zu einem Herzstillstand.

"Wir empfehlen, sehr streng zu prüfen, ob eine Vollnarkose wirklich unumgänglich ist oder ob der Patient nicht auch mit einer lokalen Betäubung behandelt werden kann", sagte Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, dem Portal "Spiegel Online".

Die Entscheidung für eine Narkose solle nie leichtfertig gefällt werden.

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(lk)

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