Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, wie Jesus Christus als Kind aussah

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Forensiker der Polizei in Italien glauben jetzt, dass sie das Gesicht von Jesus Christus im Kindesalter genau rekonstruieren konnten.

Die Forscher nahmen als Ausgangspunkt den Gesichtsausdruck auf dem Grabtuch von Turin. Das Tuch, von dem man ausgeht, dass es Jesus nach der Kreuzigung auf das Gesicht gelegt wurde und daher der Abdruck seines Gesichts zu sehen sein soll.

Mit Computer-Forensik-Technologie kehrten sie den Alterungsprozess um.

Eine Methode aus der Verbrecherfahndung

Die Methode, das Foto eines Menschen jünger oder älter zu machen, wird auch bei der Suche nach Verbrechern eingesetzt. Wenn aktenkundige Verdächtige längere Zeit nicht gesehen wurden, wird diese forensische Technik auf vorhandene Bilder angewandt, um sie älter zu machen.

Im Fall des Jesus-Gesichts wurde die Technik eingesetzt, um die Person jünger aussehen zu lassen.

Mehr zum Thema: Forscher zeigt: So könnte Jesus Christus wirklich ausgesehen haben

Die Wissenschaftler verjüngten das Gesicht in Zwei-Jahres-Schritten. Sie reduzierten die Kiefergröße des Gesichts, den Kopfumfang und vergrößerten die Augen.

Anlass dazu war eine Ausstellung des Grabtuchs 2015 in Turin, die auch Papst Franziskus besuchte.

Wie realistisch ist das Bild des jungen Jesus?

Jesus war also hellhäutig, blauäugig und blond? Das Ergebnis hat einige Kritiker. „Jesus sah nicht so aus. Jesus war dunkelhäutig“, sagt Mark Goodacre, Professor an der Duke University.

Andere wiederum halten das Leichentuch von Turin ohnehin für nicht aussagekräftig. Sein Ursprung und seine Authentizität sind heftig umstritten.

Wissenschaftlich gilt es als widerlegt, dass es sich tatsächlich um den Körperabdruck des gekreuzigten Jesus handelt.

Wie Jesus als Kind ausgesehen haben könnte, seht ihr oben im Video.

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(nsc)

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