Nach der Brandkatastrophe im Grenfell Tower: Prinz William bricht eine jahrhundertealte Regel

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Nach der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower brach Prinz William mit alten Traditionen: Er umarmte eine verzweifelte Frau, die ihren Mann nach dem Feuer in dem Hochhaus vermisste.

Prinz William und Queen Elizabeth besuchten den Unglücksort vergangenen Freitag und sprachen mit Rettungskräften und Angehörigen der Opfer. 79 Menschen kamen am 13. Juni bei einem Brand im Grenfell Tower ums Leben. Einige Menschen werden zudem immer noch vermisst.

"Die Umarmung war ein Regelbruch"

William tröstete bei diesem Besuch eine trauernde Frau. Er nahm sie in seine Arme und drückte sie fest an sich.

Laut dem britischen Unterhaltungsportal "Entertainment Weekly" hat er damit aber mit dem jahrhundertealten Protokoll gebrochen: "Die Umarmung war ein Regelbruch, weil Bürger den Royals nur die Hände schütteln dürfen." Mehr Körperkontakt wie in Form einer Umarmung sei seit dem Mittelalter verpönt.

Die Debatte ist nicht neu - aber die Royals nehmen es gelassen

Die Debatte ist nicht neu: Die ehemalige First Lady Michelle Obama sorgte 2009 für einen Aufschrei in den britischen Medien, weil sie die Queen umarmt hatte. 2014 traf es den Sportler LeBron James, der den Arm um Prinz Williams Frau Kate Middleton gelegt hatte. “Mr. James hätte den Arm nicht um sie legen dürfen", ereiferte sich Benimm-Experte William Hanson in der britischen Zeitung "Daily Mail".

Die Royals selbst sehen die Umarmungen gelassen. Auch Prinz William war die emotionale Geste offenbar wichtiger als eine veraltete Regel.

Den Besuch der Royals und Williams Umarmung seht ihr oben im Video.

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(lp)